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Der Motorsportclub Darmstadt-Eberstadt ist Mitveranstalter der Nibelungenring-Rallye am 20. Oktober 2018

      

 

 

 

 

 

Rallye Magazin: vom 17.10.2017 / Sascha Dörrenbächer

Satorius gewinnt die 50. Nibelungenring-Rallye

Björn Satorius und Lina Meter dominierten im Subaru Impreza WRX STI bei goldenem Oktoberwetter die Jubiläumsausgabe der Nibelungenring-Rallye und verwiesen die Mitsubishi Paarungen Rainer Noller und Marcus Poschner, sowie Jörg und Marcel Schuhej auf die Plätze.

 

Mit 6 von 8 Bestzeiten überlegener GesamtsiegerMit 6 von 8 Bestzeiten überlegener Gesamtsieger

Einmal mehr stellte die VG Nibelungenring-Rallye eine top organisierte und höchst anspruchsvolle Rallye auf die Beine, die nach Rallye 70 Format über 8 WPs mit 55 Kilometer auf Bestzeit führte. Darunter gleich zum Auftakt ein neuer Rundkurs mit 80 Prozent Schotteranteil, was das Herz bei vielen Teilnehmern und den Zuschauern höher schlagen ließ. Dazu gesellten sich die klassischen Prüfungen „Übern Berg“, „Zotzenbach“ und der Rundkurs „Überwald“. Über 100 Fahrzeuge zeigten im Feld der Bestzeitwertung, der Sollzeitwertung und einer erlesenen Auswahl an historischen Fahrzeugen dazwischen Rallyesport auf hohem Niveau. Das Rallyezentrum in Affolterbach ließ ebenfalls keine Wünsche offen und Petrus rundete mit bestem Spätsommerwetter eine fast unfallfreie verlaufene Veranstaltung ab.

Von Beginn an gaben Björn Satorius und Lina Meter ihrem nach Gruppe F Reglement aufgebauten Subaru Impreza WRX STI ordentlich die Sporen und setzten sich mit drei Bestzeiten in Folge vom Feld ab. Selbst ein abgerissener Schalthebel in WP4 und der Ausfall des 5. Ganges bremste den Vorwärtsdrang nur unwesentlich. Noch vor dem Regrouping reparierte das Duo provisorisch mit Schraubenschlüssel und Schlauchschelle innerhalb der 15 Minuten Karenzzeit. Auch im zweiten Durchgang leistete sich das Duo keine Schwäche und fuhr mit 14,2 Sekunden Vorsprung den Gesamtsieg ein: „Mit diesem Sieg zu Hause geht für mich ein Traum in Erfüllung! Mein größter dank geht an Lina, die mich nach dem Ausfall bei der „Hinterland“ aufbaute und einmal mehr einen super Job an diesem Wochenende machte! Ohne sie hätten wir das Ding nicht gewonnen“, strahlte Satorius bei der Siegerehrung am Abend.

 Rainer Noller und Marcus Poschner steigerten sich im zweiten Durchgang deutlich und setzten auf dem Schotterrundkurs die Bestmarke, mussten sich nach etwas verhaltenem Start dieses Mal mit dem zweiten Rang begnügen. Auf Platz drei strahlten Jörg und Marcel Schuhej mit den Gesamtsiegern um die Wette: „Das war unser erster gemeinsamer Start und Marcel hat seinen Job auf dem heißen Sitz hervorragend gemeistert“, zeigte sich Jörg in bester Laune. Auf dem vierten Rang folgte mit Frank und Inge Herrmann ein weiterer Mitsubishi Lancer Evo. Die beiden Mitfavoriten Peter Scharnach (Mitsubishi) und Markus Löffelhardt (BMW) schieden mit technischen Problemen vorzeitig aus.

 In der heiß umkämpften Klasse F8 zeigten die Piloten einmal mehr was in ihnen steckt. Allen voran Fritz Köhler und Petra Hägele im infernalisch brüllenden BMW 320i. „Wir werden bewusst auf dem Schotterrundkurs nicht viel riskieren und danach zur Attacke blasen“, erklärte Fritz bereits im Vorfeld der Veranstaltung. Gesagt, getan – vom zwölften Gesamtrang nach WP1 pflügte er als schnellstes zweiradgetriebene Fahrzeug auf Platz fünf nach vorne und gewann die Klasse vor seinem Sohn Sven Kress, der mit Chioma Monix im BMW 320is ebenfalls eine super Leistung ablieferte. Dahinter folgten Hans-Limpert (BMW 320is) und Bastian Hüttinger, der seinen Ford Escort RS 2000 mit viel Herz um die Kurven fliegen ließ und innerhalb der Top 10 des Gesamtklassements abstellte. Dazwischen platzierten sich Michael Schwöbel und Mathias Schwebel im seltenen Mazda 323 GTR. Jochen Kurz und Yasmin Kramer zeigten im BMW M3 in der Klasse 4 der Konkurrenz die Rückleuchten.

 Für viel Aufsehen sorgten Lucas Habicht und Franzi Kraft im 140 PS BMW 318ti! Besonders auf dem Schotterrundkurs überzeugte das Duo mit zwei Fabelzeiten und erreichte letztendlich das Ziel als bestplatziertes Fahrzeug der seriennahen Gruppe G noch vor den allradgetriebenen und doppelt so starken Mitsubishi. Die beiden Lokalmatadore Matthias und Karin Hildenbeutel fielen aufgrund einer 30sekündigen Zeitstrafe auf den zweiten Platz zurück. Kai-Uwe Lutz und Tochter führten im Subaru die Gruppe bis zur Halbzeit an, doch ein Abflug in WP 5 sorgte für das vorzeitige Aus.

 Oliver Selmikeit und Marc-Andre Lautz ließen im Honda Civic Type R nichts anbrennen und gewannen die Klasse C27 vor ihren Markenkollegen Marco Fleischmann & Niklas Schlüse. In der Klasse RC5 lieferte Marcel Stegmann im Suzuki Swift bei seiner Heimveranstaltung mit Co. Jonas Decker seine bis Dato beste fahrerische Leistung ab und fuhr im Suzuki Swift Sport zum Sieg. Die Brüder Björn und Ingo Frey beendeten im VW Lupo die Veranstaltung als Sieger der Klasse F9. Sven Glass und Celina Hieber zeigten im Opel Corsa A GSI - einem der leistungsschwächsten Fahrzeuge im Starterfeld - einmal mehr eine blitzsaubere Vorstellung und fuhren zum überlegenen Sieg in der Klasse G18.  

 

Wertungsausschluss in der Retro Rallye Serie

 Mit einer Abweichung von 0,62 Sekunden standen Rainer Schlesinger und Horst Diemer im BMW 2002ti nach sieben absolvierten Wertungsprüfungen, der Schotterrundkurs wurde nur einmal gefahren, als vorläufiger Sieger auf der Ergebnisliste. Aufgrund eines Vorfalles in WP 4 flog das Team am Abend aus der Wertung. In der sehr beliebten ADAC Retro-Rallye Serie Region Süd kam es zu einem Herzschlagfinale – vier Teams hatten noch die Chance auf den Sieg. Udo Wagner und Sebastian Kurz bestätigten mit einem weiteren Sieg im BMW E36 325i ihre derzeitige Stärke zwischen den Lichtschranken und gewannen mit einem Minimalabstand von 0,07 Sekunden diese Rallye und damit auch die Meisterschaft. 0,2 Punkte dahinter folgte das Vater / Sohn Gespann Max und Timo Birnbreier auf Toyota Celica. Andreas Dick vervollständigte mit Copilotin Lisa Hanbuch bei ihrem allerersten Einsatz gleich das Siegerpodium. Johannes Ott und Moritz Manger (beide BMW) landeten knapp dahinter auf dem undankbaren vierten Platz.  

 

Ergebnis 50. ADAC Nibelungenring-Rallye 

01. Satorius Björn / Meter Lina

Subaru Impreza WRX

35:49,3

02. Noller Rainer / Poschner Marcus

Mitsubishi Lancer Evo 8

+    14,2

03. Schuhej Jörg / Schuhej Marcel

Mitsubishi Lancer Evo 9

+    55,5

04. Herrmann Frank / Herrmann Inge

Mitsubishi Lancer Evo 

+1:47,8

05. Köhler Fritz / Hägele Petra

BMW 320i

+2:00,8

06. Kress Sven / Monix Chioma

BMW 320is

+2:24,2

07. Schwöbel Michael / Schwebel Mathias

Mazda 323 GTR

+2:33,9

08. Limpert Hans / Niggemann Markus

BMW 320is

+3:23,9

09. Hüttinger Bastian / Metzger Sven

Ford Escort RS2000

+3:35,8

10. Kurz Jochen / Kramer Yasmin

BMW M3

+3:39,8 

 

 

Darmstädter Echo vom 17.10.2017

Bestzeiten auch auch ohne fünften Gang

Von Udo Döring

MOTORSPORT Björn Satorius gewinnt 50. Nibelungenring-Rallye trotz abgebrochenem Schaltknauf 

AFFOLTERBACH - Sommerwetter, reichlich Motorsportfans an der Strecke, ein spannendes Rennen, gekrönt von einem Heimsieg. Der Verlauf der 50. Nibelungenring-Rallye war eines Jubiläums würdig. Dieses Fazit gehörte auch zu den Dankesworten des Siegers. „Das ist eine der besten nationalen Veranstaltungen, die wir haben. Top organisiert und wunderschöne Prüfungen“, sagte Björn Satorius nach einem für ihn erfolgreichen, aber auch höchst spannenden Renntag.

 Der Bickenbacher und seine saarländische Co-Pilotin Lina Meter starteten mit drei Bestzeiten in die Rallye, dann folgte ein Schockmoment mitten in der Prüfung: der Schaltknauf brach ab. „Da ist in der Mittagspause erst einmal eine kleine Welt zusammengebrochen, aber wir haben das mit zwei Schlauchschellen wieder fixiert“, erklärte Satorius, der für den MSC Rodenstein Fränkisch-Crumbach startet. Der Schaltknauf hielt zwar, der fünfte Gang war aber nicht mehr verfügbar. Trotzdem ließ der Bickenbacher drei weitere Bestzeiten folgen und hatte am Ende 14,2 Sekunden Vorsprung auf den Nibelungenring-Seriensieger Rainer Noller (Abstadt) im Mitsubishi Lancer. Mit seinem Sieg festigte der in dieser Saison schon in Österreich erfolgreiche Satorius auch seine Gesamtführung im DMSB-Rallyecup, in dessen Rahmen die Saarland-Rallye als nächster Einsatz ansteht.

 Auch andere südhessische Teams holten beim Heimspiel starke Ergebnisse. So fuhren Matthias und Karin Hildenbeutel (Wahlen) den Klassensieg bei den Serienfahrzeugen ein. Auf Platz sieben der Gesamtwertung landeten Michael Schwöbel und Matthias Schwebel auf Mazda 323. 

 Die Verantwortlichen der ausrichtenden Vereine IMS Schlierbachtal, MCE Darmstadt-Eberstadt, MSF Zotzenbach, MSC Überwald, MSC Weschnitztal, OMC Reichenbach und MSC Rodenstein zeigten sich mit dem Ablauf der Rallye höchst zufrieden. „Eine supergelungene Veranstaltung. Keine Unfälle und ein reibungsloser Ablauf“, lobte auch Fabian Kreim, der sich nicht nur als Kontrollfahrer auf den Prüfungen einbrachte.

Meister Fabian Kreim bringt Rat und Schotter ein

 Der Deutsche Meister war schon beratend und aktiv bei der Streckengestaltung tätig. So sorgte der Fränkisch-Crumbacher mit dafür, dass auf der ersten Prüfung zwölf Tonnen Schotter verarbeitet wurden. Ein für Rallyes dieser Preisklasse höchst seltener Untergrund, der bei den Teilnehmern sehr gut ankam. „Wenn möglich, würde ich mich in Zukunft gerne noch mehr einbringen“, sagte Kreim, der an diesem Wochenende bei der Drei-Städte-Rallye einen zweiten Meistertitel perfekt machen will. Dafür nahm er reichlich gute Wünsche aus Affolterbach mit, wo Teilnehmer und Fans am Ende eines spannenden Renntages gerne seinen Erzählungen aus dem Rallyeleben lauschten.

 

 

Nibelungenring-Rallye von den Teilnehmern zur besten Veranstaltung 2016 gewählt.

Seit der Wiederbelebung der Nibelungenring-Rallye war es der Anspruch der Macher um Robert Gehrisch, eine Rallye von Aktiven für Aktive zu machen. Solche Fakten wie selektive Strecken, optimale Fahrtunterlagen, wirksame Streckensicherung oder professionelle Zeitnahme und Auswertung mit Live-Zeiten standen immer ganz besonders im Fokus der Organisatoren. Und von Seiten der Beobachter des Dachverbands und der Sportkommissare hat man auch viel Lob bekommen. Aber das Wichtigste ist, dass die Ziele des Veranstalters und die Erwartungen der aktiven Rallyefahrer wirklich deckungsgleich sind. Umso mehr freut es einen, wenn dann auch die Teilnehmer ein aussagekräftiges Feedback geben.

 

Die Teilnehmer des Baden-Württemberg-Franken-Rallyepokals hatten im Laufe der Saison alle neun durchgeführten Veranstaltungen dieser Serie bewertet und bei der Siegerehrung am 8. Januar 2017 wurde verkündet, dass die Nibelungenring-Rallye zur besten Veranstaltung 2016 gewählt worden ist. Der verliehene Ehrenpreis hat für die Macher der Rallye einen hohen Stellenwert, weil er zeigt, dass sich die großen Anstrengungen, die mit der Ausrichtung einer solchen Veranstaltung verbunden sind, wirklich gelohnt haben und dass das wichtigste Ziel erreicht worden ist: nämlich zufriedene Teilnehmer.

 

 

 

 

 

        

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