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Wie alles anfing

 

Anläßlich des Eberstädter Feuerwehrfestes 1951 beschlossen einige Eberstädter Motorradfahrer gemeinsam an dem Festzug teilzunehmen. Die Motorräder wurden mit Girlanden geschmückt und zur einheitlichen Erkennung mit einem Schild am Lenker mit den Buchstaben MC-E versehen.

 Dabei wurde die Idee geboren, sich doch zu einem Club zusammenzuschließen, was dann auch kurz darauf anläßlich der Eberstädter Kirchweih am 10. August 1951 durch die Gründungsmitglieder Ludwig Appel, Herbert Böhmann, Philipp Hartmann, Wilhelm Knieß, Leo Kölsch, Bruno Neth, Rudi Röder, Hans Schneider, Heinz Schneider, Willy Seeh, Arnold Vogelsang, Hans Weith und Willi Zickler geschah.

Zum 1. Vorsitzenden wurde der Berliner Klaus Stapelfeld bestimmt, der jedoch schon 1952 von Willi Klumpp abgelöst wurde. Willi Klumpp bestimmte maßgeblich mit Sportveranstaltungen und Verkehrserziehung das Clubgeschehen und war bis 1972 insgesamt 11mal Vorsitzender. Die Mitglieder wurden im MCE zu vorbildlichen Verkehrsteilnehmern herangeführt. Schnell wuchs die Mitgliederzahl an und es kamen im Laufe der nächsten Jahre mehr und mehr Autofahrer hinzu.

Es wurden neben den wöchentlichen Clubabenden Ziel- Fuchsjagd- und Geländefahrten selbst veranstaltet aber auch bei befreundeten Nachbarclubs gestartet. Die vom MCE 1953 zum ersten Mal und auch in den folgenden Jahren veranstaltete Schwarzwaldfahrt an Pfingsten nach Klosterreichenbach erfreute sich größter Beliebtheit und hatte bis 100 Teilnehmer.

 

 

Der MCE als Veranstalter

 

Im Jahre 1957 veranstaltete der MCE sein erstes Geschicklichkeitsturnier für Motorrad- und Autofahrer auf den Eberstädter Waldsportplätzen. In den Jahren darauf folgten weitere 9 Turniere auf den Waldsportplätzen. Diese Veranstaltung wurde derart gut angenommen mit über 250 Startern in den Jahren 1962 und 1963 und wurde damit die erfolgreichste Serienveranstaltung des Vereines.

Die erfolgreichsten Motorsportler waren in dieser Zeit Heinrich Mütz in der Motorroller-Klasse und Edi Zirm und Walter Schwarz in der PKW-Klasse.

1963 trat der MCE als Korporativmitglied dem Dachverband Automobilclub von Deutschland ( AvD) bei, damit die Belange der Motorsportler bundesweit unterstützt und vertreten wurden. Die Beliebtheit der Geschicklichkeitsturniere wurde vom AvD in eine bundesweite, streng reglementierte Turnierserie mit Läufen in ca. 40 Städten, der AvD-Gymkhana, umgesetzt.

Der MCE beteiligte sich sogleich an der Serie und richtete von 1967 an bis heute 37mal auf dem TÜV-Gelände in Darmstadt das PKW-Geschicklichkeitsturnier aus. Bedingt durch Engagement, gute Organisation vom MCE und dem idealen Platz wurde der MCE vom AvD in den Jahren 1984 und 1987 beauftragt, den Endlauf dieser bundesweiten Turnierserie durchzuführen, um den besten Autofahrer Deutschlands zu ermitteln.

Ab 1965 wurde die Rhein-Main-Nachtfahrt ( eine Orientierungsfahrt für PKW ), später Zwei-Flüsse-Fahrt genannt, mit bis zu 100 Teilnehmern veranstaltet. Ab 1970 kam eine Slalom-Veranstaltung hinzu. Diese Veranstaltungen waren Basis für die Herbst-Nacht Orientierungsfahrt 1979, die Clubrallye „650 Jahre der Stadt Darmstadt“ 1980, sowie die ab 1981 bis 1984 zusammen mit dem MSC Zwingenberg veranstaltete AvD-Südhessen-Rallye, die 1984 sogar ein Lauf des Deutschen ONS-Rallye-Pokals, war.

Viele Bildersuch- und weitere Orientierungsfahrten sowie häufige Kart-Einsätze ergänzten die sportlichen Aktivitäten des MCE.

Faschingsbälle und Nikolausbälle mit den Ehrungen langjähriger Mitglieder und der Clubmeister und viele weitere gesellige Veranstaltungen halfen, die Gemeinschaft im Verein zu stärken.

Der lang gehegte Wunsch des Vereines nach einem eigenen Übungsgelände mit Verkehrsübungsplatz und Clubhaus wurde bei den Stadtoberen zwar häufig diskutiert aber leider nie beschlossen.

 

 

Erfolge im Rallyesport

 

Durch die Geschicklichkeitsturniere, Fahrsicherheitskurse, Fahrer- und Beifahrerlehrgänge wurden die jungen Sportfahrer schnell zu höheren Aufgaben herangebildet. So wurde der MCE erst regional und dann bundesweit bekannt in den Jahren 1969 bis 1974 durch das Rallyeteam Heinz Jakubek / Hildo Grabmann, die neben vielen Gesamt- und Klassensiegen und weiteren guten Plazierungen 1971 den 4. Platz im Deutschen Rallyemeisterschaft für Ausweisfahrer belegten.

Bedingt durch die effiziente Nachwuchsförderung des damaligen Sportleiters Hildo Grabmann versammelte sich ab 1979 eine Garde von „Jungen Wilden“ im MCE, deren Tatendrang durch die Teilnahme an genehmigungspflichtigen Club-Rallyes in geregelte Bahnen gelenkt wurde. Bis zu 15 MCE-Teams waren bei Rallyes in der näheren Umgebung am Start und holten viele Gesamt- und Klassensiege. In der Blütezeit 1981 bis 1983 wurde der MCE dreimal hintereinander Mannschaftssieger im Odenwaldpokal.

Herausragend war das Toyota-Rallyeteam Gerhard Satorius/Christoph Schömer, das über Jahre hinweg die regionale und überregionale Rallyeszene beherrschte. Mehrfach haben sie den Odenwaldpokal und Nordbaden-Cup gewonnen und wurden dreimal ADAC-Pfalz-Meister. Der Eberstädter Christoph Schömer konnte ab 1985 als Beifahrer in Werkswagen von Opel, Ford und Mitsubishi dann auch bei Internationalen Rallyeläufen vordere Plazierungen erringen. Höhepunkte waren 1987 der Gewinn der Deutschen Rallye-Meisterschaft (Gruppe N) sowie ein 3. Platz (Gr. N) beim britischen WM-Lauf, der renommierten RAC-Rallye 1989

Bedingt durch behördliche Genehmigungsschwierigkeiten und aufwendige Reglementierung ist der Rallyesport viele Jahre auf wenige Veranstaltungen ziemlich eingegrenzt worden, sodass der MCE eine Zeit lang keine Rallyeveranstaltungen mehr durchführt hat.

Einen hohen Stellenwert hatte beim MCE immer der Orientierungssport, der bis Mitte der Achtziger Jahre mit dem Rallyesport eng verknüpft war. Die Orientierungsetappen der Südhessen-Rallye galten als legendär. Auch im neuen Jahrtausend war der MCE als Veranstalter aktiv. Die MCE-Frankenstein-Ori galt unter den Top-Beifahrern als eine Orientierungsfahrt, in der harte Nüsse zu knacken waren.

 

 

Der MCE in der heutigen Zeit

 

 

Der MCE leidet, wie heute viele Vereine, am Nachwuchs und dem Überangebot im Freizeit- und Hobbybereich. Dennoch wird in den letzten Jahren der Verein vorwiegend durch einen harten Kern von langjährigen Mitgliedern zusammengehalten.

 

Die große Erfahrung vieler MCE-Mitglieder sowie deren Professionalität wird auch gerne von Nachbarclubs bei der Durchführung von Oldtimer-Rallies und Orientierungsfahrten angenommen (z.B. Durchführung von Sonderprüfungen incl. Aufbau, eigenverantwortliche Ausarbeitung von Orientierungsfahrten incl. Bordbucherstellung und Auswertung). So haben wir bei der RTCE Nibelungenfahrt in den letzten Jahren immer mindestens eine Gleichmäßigkeitsprüfung durchgeführt und oft auch bei der Auswertung mitgewirkt..

 

Seit 2008 findet nach langer Pause im Landkreis Bergstraße die Nibelungenring-Rallye statt. Der MCE fungierte dabei zunächst als Helfer bei der Zeitnahme und ist mittlerweile als Mitveranstalter eingebunden mit der Hauptverantwortung im Bereich der Zeitnahme und der Auswertung.

 

Die motorsportlichen Aktivitäten der Mitglieder sind gegenüber den Achtziger Jahren überschaubarer geworden. Aber ein aktiver Beifahrer und ein Fahrer halten die Fahnen des Clubs nach wie vor hoch. Unser langjähriges Mitglied Jürgen Krieg hatte als Beifahrer in den Jahren 2015 und 2016 jeweils mehr 10 Starts bei nationalen Rallies (R35 und R70), im Jahr 2017 sogar 23 Starts. 

Und unser jüngstes Mitglied Björn Satorius ist als Fahrer erfolgreich im Rallyesport unterwegs. 2012 war er lange Zeit Führender im ADAC-Junior-Cup, belegte am Ende der Saison Platz 3 und holte den ADAC-Masters-Titel seiner Division. Dazu holte der den Titel des ADAC-Meisterschaft Hessen-Thüringen. In den Jahren 2013 und 2014 war er im ADAC-Opel-Rallye-Cup aktiv. Und im Jahr 2016 feierte er seinen bislang größten Erfolg mit Platz 3 in der European Rally Trophy und der Aufnahme in die Liste der DMSB-TOP 25 - Rallyefahrer und 2017 wurde das Saisonziel, der Gewinn des DMSB-Rallye-Cup, in bravouröser Weise mit zwei Gesamtsiegen und weiteren 4 Podiumsplatzierungen erreicht.

 

 

 

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