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2016:

Björn Satorius sensationeller Dritter der FIA-European Rallye Trophy

Erfolgreicher Saisonabschluss beim Endlauf, der österreichischen Waldviertel-Rallye

 

Die oberste Motorsportbehörde FIA richtet neben der Rallye-Weltmeisterschaft zwei weitere Wettbewerbe auf europäischer Ebene aus. Zum einen ist dies die Rallye-Europameisterschaft mit Veranstaltungen von Estland bis zu den Azoren, von Irland bis Zypern. Die Teilnahme an dieser Meisterschaft erfordert ein enorm hohes Budget, sodass sich hier ausschließlich Profi- und Werksteams beteiligen. Opel setzte beispielsweise seinen Werksfahrer Marijan Griebel in der EM ein und war erfolgreich mit dem Sieg in der EM-Junior-Wertung.

Für Privatfahrer gibt es einen weiteren Wettbewerb, die FIA-European Rally Trophy (ERT). Diese wird bei einer Vielzahl von Rallyes zunächst in acht europäischen Regionen ausgetragen. Die drei Erstplatzierten sowie die drei besten Gruppe N-Fahrzeuge (ERT2) und die drei besten 2WD-Fahrzeuge (ERT3) jeder Region qualifizieren sich dann für den gemeinsamen Endlauf, die Rallye Waldviertel in Österreich. Unser Mitglied Björn Satorius hatte ursprünglich keinerlei Ambitionen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Aber durch sein herausragendes Ergebnis bei der Rallye Weiz (Österreich) und aufgrund der Tatsache, dass diese Rallye den höchsten Koeffizienten der Central Region hatte, kam es zu der zuvor niemals erwarteten Situation, dass Björn Satorius/ Tina Annemüller am Ende der Vorläufe Drittplatzierte der ERT2 (Gruppe-N-Fahrzeuge) in der Central Rally Trophy wurden. Damit ist ihnen das Kunststück gelungen, mit der Teilnahme an nur einem der Vorläufe tatsächlich die Qualifikation für den Endlauf der European Rallye Trophy geschafft zu haben.

Somit war klar, dass die Teilnahme an diesem Endlauf der absolute Saisonhöhepunkt werden sollte und dass die erfahrene Copilotin Tina Annemüller auch wieder mit von der Partie sein wird. Die Besonderheit der ‚Waldviertel‘ ist, dass es eine Rallye mit überwiegendem Schotter-Anteil ist. Durch den Termin im November kann man fest damit rechnen, dass es auf den Prüfungen extrem rutschig sein wird. Björn ist ja nun schon ein paar Jahre im Rallyesport aktiv. Aber das Fahren auf dieser Art WPs war absolutes Neuland für ihn. Bis dahin war er in seiner ganzen Laufbahn noch keinen einzigen Kilometer Sonderprüfung mit Schotterreifen gefahren. Trotz dichten Nebels ging es zügig zur Sache. Foto: AutengruberTrotz dichten Nebels ging es zügig zur Sache. Foto: AutengruberUm nicht gänzlich unvorbereitet anzutreten, hatte er sich zwei Wochen vor dem Endlauf zu einem Fahrerlehrgang auf unbefestigtem Untergrund angemeldet. Instruktor war der Münchner Horst-Lars Müller, den Älteren wohl noch gut als Sieger der Corolla-Trophy und Toyota-Werksfahrer bekannt. Am Ende dieses Lehrgangs war bei Björn ein deutlicher Lerneffekt erkennbar. Allerdings waren danach am Wettbewerbsfahrzeug auch noch diverse Kampfspuren zu beseitigen. Somit wurden die Nächte in der Bickenbacher Werkstatt in den darauffolgenden Tagen ziemlich lang.

Nicht nur fahrerisch musste man sich auf eine Schotterveranstaltung einstellen, auch das Einsatzfahrzeug brauchte das richtige Set-up. Da kam es gerade recht, dass das Auto, der Subaru Impreza WRX, in der Firma das früheren Weltklassefahrers Manfred Stohl aufgebaut worden war. Schon bei der Rallye Weiz im Juli sind erste Kontakte zu Stohl-Racing geknüpft worden. Und so war es natürlich ideal, dass Manfred Stohl und sein Chefingenieur Günter Aschacher zur Waldviertel angeboten hatten, ihr  Know-How bei der Fahrwerks-Feinabstimmung zur Verfügung zu stellen. Chefmechaniker Pascal Schuchmann wurde einen Tag vor der Veranstaltung zusammen mit dem Rallyeauto in Stohls Firma bei Wien abgesetzt, um dem Fahrzeug dort die bestmögliche Abstimmung zu verpassen.

Am Freitag ging es dann mit Startnummer 19 in St. Pölten über die Startrampe und das gesetzte Ziel des Teams war ebenso wie in Weiz, in der Platzierung nicht schlechter als die Startnummer abzuschneiden. Dass dies nicht einfach werden würde, zeigte schon allein ein Blick auf die Starterliste. In dem Feld aus 10 Nationen befanden sich alleine 12 wesentlich leistungsstärkere R5-Fahrzeuge. Die vier WPs am Freitag waren eher ein Auftakt. Bemerkenswert dabei war, dass eine davon live im österreichischen Fernsehen übertragen wurde. Am Ende des ersten Tages war unser Team auf einem wirklich zufriedenstellenden 17. Platz, mit dem die Zielsetzung „Besser als Startnummer“ schon mal erreicht war.

Einen großen Sprung auf die europäische Bühne machten Björn Satorius und Tina Annemüller, Foto: M. ButschellEinen großen Sprung auf die europäische Bühne machten Björn Satorius und Tina Annemüller, Foto: M. ButschellDie richtig anspruchsvollen WPs standen dann aber erst am Samstag auf dem Programm. Zu den erwarteten rutschigen Bedingungen kam dann auf der längsten Prüfung Wolfshoferamt noch dichter Nebel dazu. Björn war das gar nicht so unrecht: „Unter diesen Bedingungen können dann die Konkurrenten ihre größere Schotter-Erfahrung nicht so gut nutzen.“ Im Gegenteil: Gerade auf dieser WP gab es bei der Konkurrenz diverse Ausrutscher und Ausfälle. Und so kam es, dass Björn und Tina im Laufe des Tages mit konstant guten WP-Zeiten immer weiter nach vorne rückten. Bei der vorletzten Servicepause auf Platz 11 liegend schien eine Top-Ten-Platzierung plötzlich im Bereich des Möglichen. Doch auf jeden Fall wollte man das Ziel erreichen und nicht das gleiche Schicksal erleiden wie der befreundete Raffael Sulzinger. Der sympathische Fahrer aus Niederbayern war mit seinem R2-Fiesta bei allen 7 Läufen der Central Rallye Trophy angetreten mit dem Ziel, die 2WD-Wertung der European Rallye-Trophy zu gewinnen. Doch nur ein einziges Mal war ein Bremspunkt zu spät gesetzt, das Auto ging übers Dach und damit stand man am Ende einer langen Saison mit leeren Händen da.

Denn in der ERT werden alle Punkte aus den Vorläufen gestrichen und nur das Ergebnis des Endlaufs ist entscheidend für die Platzierung. Und Björn hatte sich inzwischen in der Wertung ERT2 (Gruppe N-Fahrzeuge) auf Platz 2 vorgearbeitet und lag in der Gesamtwertung aller für den Endlauf qualifizierten Fahrer sogar total überraschend auf Platz 3. Es war ihm gelungen, die wesentlich stärker eingeschätzten Russen Nikolaij Gryazin (Škoda Fabia R5) und Sergej Remennik (Mitsubishi Lancer) mit deutlichem Abstand hinter sich zu lassen. Insofern wäre es unvernünftig gewesen, nur um eventuell in die Top-Ten der Rallye zu kommen, unkalkulierbare Risiken einzugehen. Beifahrerin Tina gab deshalb in Abstimmung mit der Teamleitung die Marschrichtung vor: Ankommen ist erste Priorität. Und dies ist dann mit einem hervorragenden Gesamtplatz 12 auch gelungen.

Damit war die Sensation perfekt. Hinter Scheich Rashid Al Ketbi (Vereinigte Arabische Emirate) auf Ford Fiesta R5 und dem erfahrenen amtierenden Mitropa-Cup-Sieger Krisztián Hideg (Ungarn), der mit seinem Mitsubishi Lancer auch Sieger der ERT2 wurde, belegte Björn Satorius einen nie erwarteten dritten Platz in der Gesamtwertung der FIA-European Rally Trophy 2016. Das ist der größte und überraschendste Erfolg in der bisherigen Karriere des jungen Talents.

Die Gratulation gilt dem erfolgreichen Fahrer und in gleichem Maße der Beifahrerin Tina Annemüller, dem Teamchef und Hauptsponsor Gerhard Satorius sowie dem Chefmechaniker Pascal Schuchmann, ohne die ein solch großartiger Erfolg nicht möglich gewesen wäre.

CS

 

 

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MCE im Einsatz bei der Nibelungenring-Rallye

30 Clubmitglieder und Freunde des Clubs bei Zeitnahme und Auswertung 

 

Der MCE ist einer der acht Motorsportclubs, die in einer Veranstaltergemeinschaft rund um den langjährigen und sehr erfahrenen ORGA-Leiter Robert Gehrisch von der IMS Schlierbachtal sowie den Mitgliedern und Freunden der acht Motorsportclubs MCE Darmstadt-Eberstadt, MSVg Hammelbach, OMC Reichenbach, MSC Rodenstein, IMS Schlierbachtal, MSC Überwald, MSC Weschnitztal und MSF Zotzenbach seit Jahren erfolgreich die größte Motorsportveranstaltung in Südhessen mit organisieren. Viele ehemalige Motorsportler helfen genau mit dem Wissen, das sie vor Jahren aktiv im Motorsport gelernt haben und weil sie weiterhin dem Rallye-Geschehen beiwohnen, ist Zeitnahme und Auswertung auch das Spezialgebiet der MCE-Akteure. 

Mario Infuso hat gerade eine Top-Fahrzeit in die Bordkarte unseres Clubmitglieds Björn Satorius eingetragen.                      Foto: H.W. MattisMario Infuso hat gerade eine Top-Fahrzeit in die Bordkarte unseres Clubmitglieds Björn Satorius eingetragen. Foto: H.W. MattisWerner Koschella voll motiviert an seinem Kontrollposten bei der Nibelungenring-Rallye.           Foto: H.W. MattisWerner Koschella voll motiviert an seinem Kontrollposten bei der Nibelungenring-Rallye. Foto: H.W. MattisFür die diesjährige 49. Auflage der Nibelungenring-Rallye wurden 49 Zeitnehmer und Auswerter benötigt, davon stellt bzw. organisiert der MCE 30 Personen und deckt damit die Zeitnahme an vier der acht WPs, die ZKs an Start und Ziel am Rallyezentrum, dem Regrouping und der Reifenwechselzone, sowie zwei der drei Auswerter ab. Die restlichen 19 Personen für die vier anderen WPs werden vom Zeitnahme-Team Nahetal rund um den lizensierten Zeitnahme-Obmann Heiko Leister abgedeckt. 

Eine umfassende Zeitnahme-Schulung eine Woche vor der Veranstaltung hilft „altes“ aufzufrischen und „neues“ hinzuzulernen. Speziell für diejenigen, die so etwas noch nie gemacht haben ist diese Zeitnahme-Schulung sehr wichtig. Des weiteren werden „Neulinge“ bei der Veranstaltung immer mit „Erfahrenen“ zusammen an eine Aufgabe gestellt und nicht ins kalte Wasser gestoßen.

 Die Nibelungenring-Rallye nutzt seit Jahren die komplexe Veranstalter- und Auswertungssoftware von TW-Sportsoft, die eine Live-Zeitnahme ermöglicht, aber auch u. a. die Nennungsprozedur und die Erfassung besonderer Vorkommnisse beinhaltet. Die Erfahrung bei unseren Veranstaltungen hat seit einigen Jahren zu immer umfangreicheren Updates dieser Software  geführt, die uns aber auch anderen Veranstaltern die Arbeit wesentlich vereinfachen.

Die Veranstaltergemeinschaft hat sich mittlerweile einige Lichtschranken, Spezial-Uhren und weiteres Zeitnahme-Material wie z.B. Beleuchtung und Helferwesten selbst angeschafft.                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

HG

 

MCE-Rallyeteam mit überraschender Top-Platzierung in der Steiermark

Björn Satorius/Tina Annemüller Fünfte der Gesamtwertung in einem Lauf zur österreichischen Meisterschaft und zur FIA European Rally Trophy

 

ohne große Erwartungen auf eine Top-Platzierung am Start,  Foto: MCEohne große Erwartungen auf eine Top-Platzierung am Start, Foto: MCE„Tu felix Austria!“ zu deutsch: Du glückliches Österreich! Mit dieser Redewendung wird Österreich seit den Zeiten der Habsburger eine besonders glückliche Lebensart nachgesagt. Ob dies heute noch in allen Bereichen gilt, sei dahin gestellt. Aber im Rallyesport stimmt es auf jeden Fall. Wo gäbe es das in Deutschland noch, dass Gemeinden sich darum reißen, unbedingt wieder eine WP über ihr Gebiet laufen lassen zu dürfen. In Österreich ist das so. Die Bevölkerung ist extrem motorsportbegeistert und entsprechend gehören die WP-Strecken in unserem südlichen Nachbarland zu den anspruchsvollsten, die man in Europa finden kann.

Nachdem unser Clubmitglied Björn Satorius bereits im letzten Jahr bei einer der Top-Veranstaltungen der Österreichischen Rallye-Meisterschaft (ÖRM), der Rallye Weiz, am Start war, hatte er diese Veranstaltung als seinen Saisonhöhepunkt auch dieses Jahr wieder auf dem Programm. Mit seiner erfahrenen Service-Crew Pascal Schuchmann und Hans-Peter Baehr, dem Teamchef Gerhard Satorius und dem MCE-Sportleiter und Verfasser dieser Zeilen als zusätzlicher Verstärkung reiste man in die südliche Steiermark. Als Co-Pilotin nahm diesmal Tina Annemüller auf dem heißen Sitz Platz. Sie war ja bereits vor zwei Jahren im Opel-Rallye-Cup Björns Beifahrerin und sie war aufgrund ihrer reichhaltigen internationalen Erfahrung und ihrer professionellen Arbeitsweise eine perfekte Komplettierung des Teams.

Mit drei World Rally Cars und drei R5-Fahrzeugen waren reichlich Sieganwärter am Start. Außerdem gibt es aktuell in der ÖRM einen ganz harten Kampf um den 2WD-Titel mit richtig schnellen Fahrern. Diverse verbesserte Mitsubishi Evo und Subaru WRX rundeten das Feld ab. Mit seinem seriennahen Subaru gehörte Björn definitiv nicht zum Favoritenkreis und war schon stolz über die Ehre, die Startnummer 12 zugeteilt bekommen zu haben. So setzte er sich vor dem Start der Rallye das Ziel, dass die Platzierung möglichst nicht schlechter als die Startnummer werden sollte. Die Chancen, bestes ausländisches Team zu werden, standen nicht ganz so gut, da starke Konkurrenz aus Ungarn, Tschechien und der Schweiz am Start war. Und als besondere Attraktion wurde einer der topvorbereiteten Skoda Fabia R5 von einem Landsmann, dem prominenten Fürsten Albert von Thurn und Taxis an den Start gebracht. Der Fürst ist nicht nur als jüngster Sohn der in der Regenbogenpresse präsenten Gloria bekannt, sondern er gilt als ein sehr erfolgreicher Fahrer auf der Rundstrecke.

Außerhalb der Servicezone musste das Team selbst anpacken. (Foto: Ch. Schömer)Außerhalb der Servicezone musste das Team selbst anpacken. (Foto: Ch. Schömer)Am Freitagnachmittag waren zwei Schleifen mit je drei WPs auf dem Programm unterbrochen von einer Servicepause. Groß war die Begeisterung, als Björn auf einem hervorragenden neunten Gesamtplatz beim Service eintraf. Noch bemerkenswerter war, dass er den Fürsten Thurn und Taxis hinter sich lassen konnte, obwohl dieser mit einem wesentlich leistungsstärkeren und mindestens zehnmal so teuren Wettbewerbsauto angetreten war. Für die zweite Schleife waren Gewitter angekündigt. Das Team musste die vom Service zusammengestellten Wetterdaten genau analysieren, um dann die richtige Reifenentscheidung zu treffen. Diese Entscheidung war wohl goldrichtig, denn nach Ende der Freitagsetappe konnten noch einmal zwei Plätze gut gemacht werden. Glück war allerdings auch dabei, denn direkt nach Zielankunft der letzten WP ging der leichte Landregen in einen Wolkenbruch über.

So trat man am Samstagmorgen als stolzer Siebter der Gesamtwertung zum Restart an. Und es kam noch besser. Der Führende der ÖRM-2WD-Wertung, ein höllisch gehender Renault Clio R3 von Daniel Wollinger fiel auf den ersten vier WPs des Morgen hinter Björn zurück. Da hatte unser MCE-Pilot wohl einmal mehr das bessere Händchen bei der Reifenwahl gehabt. Doch gerade als sich so etwas wie Euphorie über den Sprung auf den 6. Gesamtrang einstellen wollte, trübten permanente Aussetzer am Subaru die gute Stimmung. Auf den Nachmittagsprüfungen musste man die große österreichische Nachwuchshoffnung Simon Wagner mit seinem Citroen DS3-R3 vorbeiziehen lassen. Der Clio kam wieder bedenklich nahe und auch der Fürst von Thurn und Taxis hatte sich immer besser auf seinen leistungsstarken Skoda eingeschossen und zog im Laufe des Tages an unserem Team vorbei. Obwohl die Service-Crew bis an die Grenze der Erschöpfung alles versucht hatte, die Ursache für die Aussetzer zu beheben, bekam man das Problem nicht gänzlich in den Griff.

Bei der ganzen Rallye mit sauberer Linie unterwegs (Foto: M. Butschell)Bei der ganzen Rallye mit sauberer Linie unterwegs (Foto: M. Butschell)In der Vergangenheit hatte Björn in solchen Situationen schon mal versucht, die verlorenen Sekunden dadurch auszugleichen, dass er auf den Wertungsprüfungen ein höheres Risiko einging und hatte damit oft weitere Zeit oder gar die ganze Rallye verloren. Doch mit gewachsener Reife und dem geschickten psychologischen Einfühlungsvermögen seiner Beifahrerin behielt er diesmal die Ruhe und spulte trotz der leichten technischen Einschränkungen die fahrerisch anspruchsvollen Prüfungen weiterhin fehlerfrei ab. Er war bereits froh darüber, dass er Platz 7 sichern konnte und die Angriffe der in Schlagdistanz liegenden Verfolger abwehren konnte.

Dass dies die richtige Strategie war, zeigte sich in der allerletzten der 16 Wertungsprüfungen. Der Fürst von Thurn und Taxis, der mit seinem wesentlich leistungsstärkeren Auto am zweiten Rallye-Tag in sieben von neun WPs schneller war, musste nach einer viel zu schnell gefahrenen Kuppe den Notausgang nehmen und hatte dabei ca. eine halbe Minute verloren. Noch schlimmer kam es für den vermeintlichen Sieger der 2WD-Wertung Simon Wagner, der auf dem Weg von der letzten WP zur Ziel-ZK so starke Schaltprobleme bekam, dass er das Ziel nicht mehr erreichen konnte.

Auf und nach dieser letzten WP zeigte sich so überdeutlich, was den Rallyesport wirklich ausmacht. Denn auch wenn man wegen eigener technischer Weh-Wehchen denkt, nicht mehr das optimale Ergebnis erzielen zu können, dann erkennt man plötzlich, dass Konkurrenten sich eben auch mal einen Fahrfehler leisten oder dass die Technik Andere manchmal noch viel brutaler im Stich lässt. Nach so vielen Enttäuschungen in den letzten Rallyes fuhr ein überglückliches Team Björn Satorius / Tina Annemüller in Weiz als nie erwartete Fünfte der Gesamtwertung hinter 4 Werks- oder Ex-Werkswagen über die Rampe und wurde als bestes seriennahes und als bestes ausländisches Team geehrt. Es war das beste Resultat in einer internationalen Rallye, das Björn in seiner Karriere bisher erzielt hat.

Für den Verfasser ein Grund, den Artikel mit dem lateinischen Spruch vom Anfang auch zu beenden „Tu felix Björn (et Tina)“                                                                                                            

CS

Video der Rallye:            

 

 

 

 

 

Der MCE als Helfer bei der RTCE-Nibelungenfahrt

 

Ohne Verdeck muss man bei dem Wetter schon abgehärtet sein, Foto: MCEOhne Verdeck muss man bei dem Wetter schon abgehärtet sein, Foto: MCETraditionell veranstaltet unser Nachbarclub, der RTC Eberstadt, seine Nibelungenfahrt für Oldtimer am letzten April-Wochenende. Traditionell erwartet die Teilnehmer auch immer frühlingshaftes Wetter an der Strecke durch die blühende Bergstraße und den Odenwald. Und traditionell stellt der MCE hierbei auch immer ein kompetentes Team von Helfern und dies meistens am Eberstädter Hausberg, dem Frankenstein.

Als Werner Koschella und Christoph Schömer sich am Donnerstagabend vor der Veranstaltung im Schalander der Pfungstädter Brauerei zur Helfereinweisung  eingefunden hatten, war denn auch herrlichstes Frühlingswetter. Aber dann am frühen Morgen des Samstags traf sich das MCE-Team auf der Passhöhe am Frankenstein und die Temperaturen waren doch eher winterlich und es goss in Strömen. So etwas konnte die engagierten MCE-ler jedoch nicht davon abhalten, ihre Aufgabe hoch motiviert zu erfüllen.

Christoph Schömer zeichnete für den Aufbau der Kontrollstelle veranwortlich. Werner Koschella und Peter Loos schickten die Teilnehmer als Starter auf die erste Gleichmäßigkeitsprüfung und Anne Siber und Ralph Eckert besetzten die Zeitkontrolle,

Erst als der letzte der 160 Teilnehmer dann kurz vor Mittag auf die Reise geschickt worden war, erbarmte sich Petrus endlich und beendete den Regen.                                                       

CS

 

Oldtimertreffen 2016

Das 8. MCE-Oldtimertreffen am 10.04.2016 hat alle bisherigen Rekorde gebrochen. Denn das erste diesjährige Treffen zog weit mehr als 200 Oldtimerliebhaber auf den Parkplatz am Gernsheimer Hafen. Vom Motorrad/Roller über PKW, Jeep und Traktor war alles vertreten und das bei strahlendem Sonnenschein. Allen Teilnehmern/-innen möchten wir herzlich für Euer Kommen bedanken. Es hat ungeheuer viel Spaß gemacht, die vielen unterschiedlichen Fahrzeuge anzusehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da der Parkplatz teilweise restlos belegt war, bitten wir um Beachtung folgender Hinweise für die nächsten Treffen. Denn dann erwarten wir noch mehr Teilnehmer.

  • Rechts und links außen bitte bis an den äußersten Rand einparken, damit wir in der Mitte zwei Reihen bilden können, die Heck an Heck einparken.
  • Bitte parkt nicht mit so großen Abständen nebeneinander.

 Mit diesen beiden Maßnahmen sollten wir bei den nächsten Treffen alle Oldtimer auf dem Parkplatz unterkriegen.

  • Es wäre sehr informativ für alle Oldtimerfreunde und Zuschauer, wenn ihr eine Fahrzeugbeschreibung ausfüllt und hinter die Frontscheibe legt.

 Das nächste Treffen findet am 08. Mai statt, Heinz Ross wird an diesem Tag Euer Ansprechpartner sein, da Hildo Grabmann in Urlaub ist.

 

 

2015:

 

MCE-Oldtimertreffen Mai/Juni 2015

 

Das zweite und dritte Oldtimertreffen ist wieder toll gelaufen und findet immer mehr Zuspruch.   Bei schönem Wetter kamen zum zweiten Treffen am 10. Mai ca. 90 und zum dritten Treffen am 14. Juni über 100 Oldtimerfahrer und das tolle Wetter hat auch richtig viele „Ausflügler mit Fahrrad, Motorrad oder Auto“ an den Rhein gelockt, die begeistert die ausgestellten Fahrzeug-technischen Kulturgut-Leckerbissen ausführlich begutachtet haben und mit den Besitzern Erinnerungen ausgetauscht oder Fragen geklärt haben.

Die Oldtimer-Liebhaber sind begeistert, dass es in Gernsheim wieder regelmäßig dieses Oldtimertreffen gibt. Am 14. Juni kam ein Fotograf vom Ried-Echo vorbei und Mittwoch drauf war ein tolles Bild mit etwas Text in der Zeitung.

Erfreulich- und Dankenswerterweise wird Jörg Westphal das nächste Treffen am 12. Juli betreuen, da Hildo Grabmann zu diesem Zeitpunkt auf großer Fahrrad-Tour ist. Dirk Schmalisch – der frühere Organisator – wird auch wieder aktiv und organisiert einen gemeinsamen Besuch des Oldtimertreffens an den Opelvillen. Den beiden vielen Dank dafür.

 

MCE-Oldtimertreffen April 2015

Das erste Oldtimertreffen auf dem Parkplatz am Fährstübchen am Sonntag, den 12. April 2015 in Gernsheim war mit rund 60 Teilnehmern gleich erfolgreich, obwohl gleichzeitig in Alsbach-Hähnlein auch ein Oldtimertreffen stattfand.

Bei schönem Wetter trudelten die ersten Teilnehmer ab 10 Uhr ein und bald füllte sich der Parkplatz.  Die letzten Oldtimer kamen gegen 13:30 Uhr. Dabei war eine Horex-Motorradgruppe. Vom Motorrad bis zum LKW war die breite Palette wunderschöner Fahrzeuge präsent.

 

 

 

 

 

 

 

 

Archivierte Beiträge Nibelungenring-Rallye:

2016:

 

Rallye-Magazin 17.10.2016 / Sascha Dörrenbächer

 

Noller auch im Odenwald vorn

 

Rainer Noller gewann vor Jörg Schuhej (beide Mitsubishi Lancer) die 49. Nibelungenring Rallye im Odenwald. Björn Satorius vervollständigte im Subaru Impreza WRX STI das Siegerpodium.

 

 

 

Die Nibelungenring-Rallye meisterte den Aufstieg ins Rallye-70 Format mit Bravour und bot vier anspruchsvolle Wertungsprüfungen, die es jeweils doppelt zu absolvieren galt. Drei aus den Vorjahren bekannte Strecken „Übern Berg“, „Zotzenbach“ und „RK Überwald“ - dazu eine komplett neue WP „Kreiswald“,  ein abwechslungsreicher Rundkurs, der wunderschön durch die hügelige Landschaft führte und mit kurzen Schotterabschnitten keine Langeweile aufkommen ließ!

 

 5,2,1 – die Verteilung der Bestzeiten spiegelte gleichzeitig das Gesamtergebnis wieder. Rainer Noller zeigte mit Copilot Stefan Kopczyk einmal mehr seine Klasse und ließ sich nach über 50 Kilometer auf Bestzeit am Abend als Gesamtsieger feiern: „Dies war mein fünfter Nibelungenring Sieg – der dritte in Folge und das mit drei verschiedenen Autos (2014 Porsche 996 GT3; 2015 Evo 9 Gr. N ; 2016 Evo 8 Gr. H)“, strahlte der Abstatter am Abend und lobte gleichzeitig die rundum gelungene Veranstaltung. Ihre Markenkollegen Jörg Schuhej / Tanja Timmer hielten den Anschluss, mussten sich jedoch mit 9,4 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Nur 3,6 Sekunden dahinter bewiesen Björn Satorius und Marcel Piro im Subaru Impreza WRX STI, dass sie trotz ihrer geringen Fahrpraxis die Zeiten an der Spitze mitgehen können und ein Gesamtsieg wohl nur noch eine Frage der Zeit ist.

 

 Fritz Köhler und Petra Hägele ließen ihren BMW M3 zur Freude der Fans ordentlich fliegen.Sie waren einmal mehr das schnellste zweiradgetriebene Fahrzeug im Feld und gewannen die Gruppe F vor Markus Löffelhardt und Sarah Pfaff. Martin Breiler und Katrin Rost (Mitsubishi Lancer Evo X) bestätigten ihre aufsteigende Form mit Gesamtrang fünf und dem Sieg in der seriennahen Gruppe G vor den Lokalmatadoren Mathias und Karin Hildenbeutel. Mit Frank Schlinck / Andreas Schwalie, sowie Jörg und Sophie de Fries landeten zwei weitere Mitsubishi-Paarungen auf den Rängen sechs und acht.

 

 Den wohl härtesten Schlagabtausch lieferten sich die Piloten der Klasse F8. Das hessische Duo Christian Sier / Franziska Kraft setzte sich gegen Sven Kress durch, der mit Copilotin Chioma Monix nach vielen Rückschlägen in die Top 10 fuhr und endlich wieder einen Erfolg feiern konnte. Nur 0,6 Sekunden dahinter erreichten Gerrit Schmitt / Stefan Pfister im Opel Kadett E GSI 16V das Ziel als Sieger in der Klasse H14. In den mit jeweils nur drei Fahrzeugen gering besetzten Klassen F8 und G18 gingen Manfred Bannwarth / Jan Heß (Mitsubishi) und Markus Diepelt / Boris Freihalter im VW Golf 2 Cup als Sieger hervor.

 

 Die im Anschluss an das Hauptfeld ausgetragene 9. Historic Ausgabe wurde als Finallauf der diesjährigen Retro Rallye Serie Süd gewertet. Johannes Ott und Christian Beetz gewannen mit ihrem BMW 318is vor den Vater/Sohn-Duos Thomas & Nico Meyer (Opel Corsa), Thomas & Albert Gutheil (Toyota Celica), Wolfgang & Fabian Michalsky (Alfa Romeo Giulia) sowie Max & Timo Birnbreier in der Lancia Fulvia Coupe. Nach noch nicht bestätigter Hochrechnung, sollte Thomas Meyer mit Ehefrau Gaby und Sohn Nico als Navigatoren die Meisterschaft vor den Teams Birnbreier und Gutheil gewonnen haben.  Die Saison 2016 des Sollzeit-Championats offerierte zwei neuen Veranstaltungen (Ulm und Erzgebirge) und präsentierte sich gewohnt spannend.  

 

 

 

Ergebnis 39. ADAC Nibelungenring-Rallye

 

1.

Rainer Noller / Stefan Kopczyk

Mitsubishi Lancer Evo 8

32:09,1

2.

Jörg Schuhej / Tanja Timmer

Mitsubishi Lancer Evo 7

+ 9,4

3.

Björn Satorius / Marcel Piro

Subaru Impreza WRX STI

+ 13,0

4.

Fritz Köhler / Petra Hägele

BMW M3

+ 1:04,2

5.

Martin Breiler / Katrin Rost

Mitsubishi Lancer Evo 10

+ 1:11,5

6.

Frank Schlinck / Andreas Schwalie

Mitsubishi Lancer Evo 6

+ 1:38,8

7.

Markus Löffelhardt / Sarah Pfaff

BMW M3 E36

+ 1:39,0

8.

Jörg de Fries / Sophie de Fries

Mitsubishi Lancer Evo 7

+ 2:28,1

9.

Christian Sier / Franziska Kraft

BMW E30

+ 2:36,2

10.

Sven Kress / Chioma Monix

BMW E30

+ 2:43,5

11.

Gerrit Schmitt / Stefan Pfister

Opel Kadett E GSI 16V

+ 2:44,1

12.

Matthias Hildenbeutel / Karin Hildenbeutel

Mitsubishi Lancer Evo 9

+ 2:44,8

13.

Nico Dehner / Tanja Gardian

BMW E36

+ 2:46,6

14.

Michael Schwöbel / Mathias Schwebel

Mazda 323 GTR

+ 2:47,8

15.

Marco Mulfinger / Alexander Hirth

Seat Ibiza Kitcar

+ 3:11,6

 

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Darmstädter Echo / 18.10.2016

 

Guter Mix bei Nibelungenring-Rallye

 

MOTORSPORT Schnelligkeit ebenso gefordert wie Tempogefühl / Gute Platzierungen für Piloten aus der Region

 

 

 

AFFOLTERBACH - (red/udo). Die Mischung hat mal wieder gestimmt bei der Nibelungen-Rallye. „Das Wetter war optimal für eine Rallye“, konnte sich Hildo Grabmann über die meteorologische Grundlage freuen, die wieder tausende Motorsport-Fans in den Odenwald lockte. Dort bekamen sie den beliebten Mix aus akustisch wie optischem Erlebnis geboten. Spannend ging es an der Spitze des insgesamt 140 Autos starken Feldes zu, wo die Podiumspiloten Rainer Noller (Abstatt), Jörg Schuhej (Fulda) und Björn Satorius (Bickenbach) nur durch 13 Sekunden getrennt waren (Bericht dazu auf Seite 28).

 

Aber auch in den einzelnen Wertungsklassen waren spannende Kämpfe um die Klassensiege zu sehen, in denen auch regionale Piloten eine gute Rolle spielten. Das Wahlener Team Matthias und Karin Hildenbeutel überzeugte mit einer fehlerfreien Fahrleistung und konnte im Mitsubishi Lancer Evo 9 Gesamtrang elf und Platz zwei bei den Serienfahrzeugen einfahren. Auf Platz 14 in der Gesamtwertung steuerten die Wald-Michelbacher Michael Schwöbel und Matthias Schwebel ihren Mazda 323.

 

In der stark besetzten Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 2000 ccm Hubraum behaupteten sich die die Fränkisch-Crumbacher Florian Heß und Marvin Engel auf Honda als Neunte. Auf einem Ford Sierra fuhren Tim Buchhaus (Wahlen) und Nico Freudl (Wald-Michelbach) ebenso auf Platz zwei wie Franz und Gerit Koob (Weschnitztal) auf dem Fiat Punto S1600. Marcel Stegmann/Paul Gehbauer (Kocherbach/Lindenfels) belegten den dritten Platz in der Klasse bis 1600 Kubikzentimeter.

 

Mattschwarzer VW Käfer einer der Publikumslieblinge

 

Aber nicht nur Tempo war auf den acht Prüfungen gefordert, sondern auch Tempogefühl. Bei der Nibelungenring Historic Rallye ging es darum, eine vorgegebene Zeit möglichst genau zu erreichen. Gesamtsieger der neunten Auflage dieses Wettbewerbs wurden die Rodgauer BMW-Piloten Johannes Ott und Christian Beetz. Einer der Publikumslieblinge war der mattschwarze VW Käfer von Wolfgang Kunkel. „Das macht einfach großen Spaß“, sagte der Wald-Michelbacher, der mit Co-Pilot Michael Fink aus Klein-Gumpen nach anfänglichen technischen Problemen das Ziel in Affolterbach stolz und zufrieden erreichte. Es war schon lange dunkel, als alle Fahrzeuge wieder in Affolterbach die Parkposition erreicht hatten. Für Begeisterung sorgten auch einige Klassiker aus der Rallye-Geschichte wie Ford Escorts oder Audi Quattro, die von Motorsportfreunden aus dem Odenwald gepflegt werden.

 

Am Ende eines langen Rallyetags, den die acht Motorsportclubs IMS Schlierbachtal, MCE Darmstadt-Eberstadt, MSF Zotzenbach, MSC Überwald, MSC Weschnitzal, OMC Reichenbach und MSC Rodenstein mit mehr als 400 Helfern sowie der Unterstützung der lokalen Feuerwehren und Hilfsdiensten gestemmt hatten, stand eine stimmungsvolle Siegerehrung. Geadelt von Fabian Kreim, der die Besucher mit Geschichten aus dem Leben eines Skoda-Werkspiloten begeisterte. Der Fränkisch-Crumbacher hatte schon tagsüber am Steuer eines Vorauswagens seinen Anteil an der Mischung aus Spitzen- und Breitenmotorsport, der die Nibelungenring-Rallye ausmacht.

 

Presseveröffentlichung von der Rallye 2015:

 

 

 

Darmstädter Echo / 17.10.2015

 

Höchstes Lob nach dem Hattrick

 

 

 

Von Udo Döring

 

Motorsport: Nibelungenring-Rallye im Odenwald mit spannendem Dreikampf und begeisterten Piloten

 

AFFOLTERBACH - Der Zahlenvergleich im Ziel ergab: 21 Jahre. So groß war der Altersunterschied zwischen zwei Piloten, die den Takt bei der Nibelungenring-Rallye angaben. "Die Jungs haben mich ganz schön gehetzt. Da war nichts mit den Sieg locker nach Hause fahren". Das sagte Rainer Noller mit der Routine von 30 Jahren Motorsport, die er gerade um den 14. Saisonsieg beim 18. Start erweitert hatte.

 

Der von ihm angesprochene Jungspund war der 25 Jahre alte Björn Satorius, der für die gut 50 Prüfungskilometer nur 13 Sekunden mehr brauchte. "Wir sind absolut zufrieden", sagte der Bickenbacher, dessen Subaru Impreza erst den fünften Renneinsatz hatte. Gemeinsame Premiere war vor Jahresfrist beim Heimspiel im Odenwald. Nach Rang fünf fuhr Satorius nun mit Co-Pilot Marco Piro aufs Podium.

 

"Auf der zweiten Hälfte der Rallye haben wir nicht mehr ganz so hart attackiert, weil wir das Ding ja heimbringen wollten", erklärte Satorius, der die erste Hälfte mit einer Bestzeit gekrönt hatte - mit 0,6 Sekunden Vorsprung auf Noller gewann er die vierte von acht Prüfungen. Eine weitere Bestzeit auf dem Rundkurs in Tromm wäre natürlich der rechte Abschluss der Rallye gewesen. Doch diesmal war er der knapp Geschlagene - ganze 0,1 Sekunden hinter dem Gesamtzweiten Jörg Schuhej.

 

Auch der Pilot aus Fulda ist seit vielen Jahren auf deutschen Rallyepfaden im Einsatz. Umso gewichtiger ist sein erster Satz nach dem Ausstieg aus dem Auto: "Das ist eine der besten Veranstaltungen, die ich kenne. Organisation und Beschilderung auf Topniveau". Oder wie Co-Pilotin Tanja Timmer zusammenfasste: "Eine Rallye von Rallyefahrern für Rallyefahrer gemacht."

 

Auch Rainer Noller stimmte in das höchste Lob ein: "Ich fahre Rallyes, weil ich gefordert sein will. Und heute wurde ich gefordert." Vom Gegner und von der Strecke. Vor allem die kurvenreiche Fahrt über den Klassiker in Zotzenbach lässt das Rennfahrerherz höher schlagen. Zum fünften Mal hat der Schwabe die Nibelungenring-Rallye gewonnen, und doch war der letzte Triumph etwas besonderes. "Es war der dritte Sieg in Folge - und jedesmal mit einem anderen Auto". Erst mit einem Porsche, dann mit einem Mitsubishi Lancer Evo 9 der Gruppe N, nun mit einem Evo 8 der Gruppe H.

 

Dass Noller und Co-Pilot Stefan Kopczyk auch 2017 wieder im Odenwald Gas geben wird, ist für sie selbstredend. Schließlich steht das Jubiläum an: 50. Nibelungenring-Rallye. Das geballte Lob nehmen die Veranstalter gerne mit in die Vorbereitung. "Es ist ja auch eine besondere Leistung, dass acht Vereine so reibungslos miteinander arbeiten", erklärt Hildo Grabmann vom MCE Darmstadt-Eberstadt, der damit auch für den IMS Schlierbachtal, MSF Zotzenbach, MSC Überwald, MSC Weschnitzal, OMC Reichenbach und MSC Rodenstein spricht.

 

Mit der Ausweitung auf acht Prüfungen war die Zahl der nötigen freiwilligen Helfer auf über 400 gestiegen. Ein Überschlag forderte zwar auch die Rettungskräfte. Außer Materialschäden und etwas Verzögerung im Zeitplan gab es aber keine Nebenwirkungen für die Rallye, die sich immer wieder neu bewähren muss. Bei den Motorsportlern, aber vor allem den Behörden, die auch vor dem Jubiläum genau hinschauen werden, bevor sie eine Genehmigung für die freie Fahrt im Odenwald erteilen.

 

 

 

Darmstädter Echo / 15.10.2015

 

130 Rennautos – schnell und historisch 

 

Björn Satorius aus Bickenbach fuhr im Vorjahr mit seinem Subaru auf Platz fünf bei der Nibelungenring-Rallye. Archivfoto: SMK-PhotographyBjörn Satorius aus Bickenbach fuhr im Vorjahr mit seinem Subaru auf Platz fünf bei der Nibelungenring-Rallye. Archivfoto: SMK-Photography

 

Motorsport: 49. Auflage der Nibelungenring-Rallye mit acht Wertungsprüfungen

 

AFFOLTERBACH - (red/udo). Acht Wertungsprüfungen, über 130 Rallyeautos, mehrere tausend Zuschauer. Am Samstag sind wieder einige Straßen des Odenwaldes fest im Griff der Nibelungenring-Rallye. Die 49. Auflage der Traditionsveranstaltung belegt wieder die Beliebtheit der Rallye und auch die stetig zunehmende Zahl von Piloten aus der Region.

 

Fabian Kreim steuert WM-Golf als Vorauswagen

 

„Wir konnten auch die Zahl der Prüfungen und Wertungskilometer steigern“, erklärt Hildo Grabmann vom Organisationsteam, das aus acht Motorsportclubs unter Führung der IMS Schlierbachtal besteht. Besonders stolz ist man darauf, wieder Deutschlands derzeit erfolgreichesten Rallyepiloten dem Publikum präsentieren zu können. Fabian Kreim nutzt die Heimveranstaltung, um sich auf das Finale um die Deutsche Meisterschaft einzustimmen. Bei der Drei-Städte-Rallye in Niederbayern will der 23 Jahre alte Fränkisch-Crumbacher seinen ersten Meistertitel perfekt machen. Der Skoda-Werkspilot gibt am Samstag allerdings nicht in seinem Fabia R5 Gas, sondern in einem VW Golf, der Mitte der 80er Jahre in der WM eingesetzt wurde. Kreim fährt auch nicht in Wertung, sondern als einer der Vorauswagen in der aus mehreren Leistungsblöcken bestehenden Rallye.

 

„Zum Nennschluss wurden mehr als 130 Startplätze vergeben“, erklärt Hildo Grabmann. Den Großteil bildet das 90 Autos starke Feld, in dem es um Bestzeiten und Punkte für den DMSB-Rallye-Cup der Region Süd geht. Angeführt von Vorjahressieger Rainer Noller im Mitsubishi Lancer. Zum Favoritenkreis zählen ebenso der Fuldaer Jörg Schuhej und Fritz Köhler (Öhringen), der im schnellen BMW M3 bei 400 Starts schon unzählige Siege eingefahren hat.

 

Die Liste der Starter aus der Region erweiterte kurz vor Nennschluss der Bickenbacher Björn Satorius, der zum erweiterten Kreis der Favoriten zählt. Für seinen Subaru Impreza war die Nibelungenring-Rallye im Vorjahr der erste Renneinsatz. Platz fünf war ein Ergebnis, mit dem Satorius auch am Samstag zufrieden wäre. „Nach weiter vorne wird es sehr, sehr schwer, weil ich beruflich bedingt zu selten im Rennauto sitze“, erklärt der Bickenbacher, der zuletzt immerhin auch auf Platz fünf der Rallye Weiz fuhr und sich damit auch ein Startrecht beim Finale der österreichischen Meisterschaft sicherte, der Rallye Waldviertel in St. Pölten. Die anspruchsvollen Prüfungskilometer im Odenwald sind ihm da eine willkommene Vorbereitung.

 

Für Spektakel dürfte auch Franz Koob aus Fürth im Fiat Punto Abarth Kit-Car sorgen. Weitere 40 Rallyeteams gehen bei der 9. Historic-Nibelungenring-Rallye an den Start. In dieser Gleichmäßigkeitsrallye geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um das genaue Fahren in einem vorgegebenen Zeitfenster. Abgerundet wird die Veranstaltung von einigen historischen Rallyewagen. Die Teams präsentieren die Fahrzeuge vom Schlage eines Audi Quattro, Ford Escort, Austin Mini oder eines etwas aktuelleren Opel Astra Kit-Car im Rahmen einer Demonstrationsfahrt ohne Zeitwertung.

 

Zentrum der Rallye ist wieder in Affolterbach.

 

Das Rallyezentrum kehrte nach einem Jahr Pause wieder zurück nach Affolterbach, wo die Peter-Heckmann-Halle Dreh- und Angelpunkt des Wettbewerbs ist. Dort begann am Freitag bereits die technische Abnahme auf dem Werksgelände der Firma Cortec. Den Abschluss der Nibelungenring-Rallye bildet die Siegerehrung am Samstag ab 22 Uhr.

 

 

 

03.11.2015 / Sascha Dörrenbächer

 

MagazinMagazin

 

 

 

 

 

Noller triumphiert im Odenwald

 

Rainer Noller und Stefan Kopczyk gewannen die 48. Ausgabe der Nibelungenring Rallye. Fritz Köhler und Jörg Broschart vervollständigten das Podium. Lokalmatador Georg Pruchniewicz sorgte mit einem Highspeed-Überschlag zur Neutralisierung der letzten Wertungsprüfung.

 

 

Noller / Kopczyk klarer Sieger der Nibelungenring-RallyeNoller / Kopczyk klarer Sieger der Nibelungenring-RallyeRainer Noller feierte den vierten Gesamtsieg im Odenwald, was gleichzeitig den 70. seiner Rallyekarriere bedeutete – dementsprechend zufrieden fiel sein Resümee aus: „Ich wollte hier unbedingt gewinnen, somit gingen wir vom ersten Meter an volles Risiko! Nach 20 Rallyes geht es jetzt in die Winterpause.“ Auch Fritz Köhler zeigte sich als Gesamtzweiter am Abend in bester Laune. Mit den Bestzeiten auf der legendären Bergrennstrecke Zotzenbach fuhr er sich in seinem infernalisch brüllenden BMW M3 in die Herzen der Fans. Der Saarländer Jörg Broschart lieferte bei seinem ersten Start an der Hessischen Bergstraße eine gute Vorstellung ab und verabschiedete sich aus der 2015er Saison mit einer weiteren Podiumsplatzierung. Glück im Unglück hatten Georg Pruchniewicz und Patrick Helfrich, die mit ihrem Mitsubishi bei hohem Tempo von der Strecke abkamen und sich heftig überschlugen. Wahrscheinlich führte ein schleichender Plattfuß zum Abflug, bei dem sich glücklicherweise niemand verletzte.

Frank Schlinck und Co Andreas Schwalie (Mitsubishi) setzen sich knapp gegen Björn Satorius im Subaru Impreza durch, der zusammen mit Copilot Alex Rath eine gelungene Premiere im Turboallradler feierte und Lars Garten / Stefan Assmann im BMW E36 M3 mit 0,7 Sekunden auf Distanz hielten. Für eine Überraschung sorgten die Rallyeneueinsteiger Michael Bäder / Achim Hausch, die sich in der Klasse F3B gegen Markus Löffelhardt / Sarah Hess durchsetzten. Thomas Lorenz / Ulrich Falk sowie Frank & Inge Herrmann (beide Mitsubishi) gelang ebenfalls der Sprung unter die Top 10 im Gesamtklassement.

Einen spannenden Schlagabtausch lieferten sich die Protagonisten der Klasse H14 – aus der Bastian und Max Limpert im BMW 320is als Sieger vor Gerrit Schmitt / Stefan Pfister (Opel Kadett E), sowie Norman & Michaela Kreuter im VW Golf hervorgingen. In der seriennahen Gruppe G gewannen Matthias & Karin Hildenbeutel im Mitsubishi vor Manfred Bannwarth / Katrin Rost (Subaru). Den Sieg in der CTC errangen Steffen Schulze / Jochen Rheinwalt im Subaru Impreza. Hochspannung herrschte in der hart umkämpften Klasse F9, in der sich Marc Schütze / Nadja Hilsenbeck im Honda Civic mit 3,7 Sekunden Vorsprung gegen Sven Kress / Julia Hanselmann (BMW) durch setzten. Roland und Jutta Zak starteten notgedrungen im G 18 Golf, da ihr schneller Gruppe H Bolide tags zuvor den Start verweigerte – was sie aber nicht vom Klassensieg abhielt.

Bei goldenem Oktoberwetter erhielt die Veranstaltung in Bezug auf Organisation und Streckenauswahl viel Lob von den Teilnehmern. Die Ausfallquote fiel mit ca. 10 Prozent sehr gering aus. Den Auftakt bildete die traditionelle Prüfung „Schlierbach“, die nach vielen Jahren als kurze Auftaktprüfung einmalig befahren wurde. Danach ging es nach Zotzenbach, die bergauf über eine Distanz von knapp 7 Kilometern führte. Der bei den Zuschauern beliebte Rundkurs „Hammelbach“, sorgte mit seinem Schotteranteil für reichlich Action. Zum Abschluss ging es auf der Prüfung „Übern Berg“ mit Höchstgeschwindigkeit in Richtung Ziel.

Ergebnis Nibelungenring-Rallye 2015

1. Noller Rainer / Kopczyk Stefan Mitsubishi Lancer Evo 9 22:01,8
2. Köhler Fritz / Hägele Petra BMW M3 11,9
3. Broschart Jörg / Nemenich Cornelia Mitsubishi Lancer Evo 9 33
4. Schlinck Frank / Schwalie Andreas Mitsubishi Lancer Evo 6 44,9
5. Satorius Björn / Rath Alex Subaru Impreza 46,2
6. Garten Lars / Assmann Stefan BMW E36 M3 46,9
7. Bäder Michael / Hausch Achim BMW E 46 Compact M3 52,6
8. Lorenz Thomas / Falk Ulrich Mitsubishi Lancer Evo VI 52,8
9. Löffelhardt Markus / Hess Sarah BMW E36 M3 Coupé 55,8
10. Herrmann Frank / Herrmann Inge Mitsubishi Lancer Evo + 1:02,2
11. Braun Karlheinz / Braun Edwin BMW M3 + 1:06,1
12. Limpert Bastian / Limpert Max BMW 320is + 1:16,2
13. Sier Christian / Kraft Franziska BMW E30 318is + 1:24,4
14. Schmitt Gerrit / Pfister Stefan Opel Kadett E GSI 16V + 1:29,9
15. Hildenbeutel Matthias / Hildenb. Karin Mitsubishi Lancer Evo 9 + 1:32,3

 

 

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