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Der MCE und seine Mitglieder leisten einen wichtigen Beitrag zum Projekt Rallye-Masters

 

Sollte das Fahrzeug einen solchen Höhenflug einmal nicht unbeschadet überstehen, wird die Schadenshöhe vom Sachverständigenbüro Dittrich & Kollegen fachgerecht ermitteltSollte das Fahrzeug einen solchen Höhenflug einmal nicht unbeschadet überstehen, wird die Schadenshöhe vom Sachverständigenbüro Dittrich & Kollegen fachgerecht ermitteltNachdem unser erfolgreichster Aktiver Björn Satorius im letzten Jahr den Sieg im DMSB-Rallye-Cup errungen hatte, wurden die Ambitionen für die neue Saison deutlich höher geschraubt. Für die Saison 2018 wird der Titel in der ADAC-Rallye-Masters-Serie angestrebt. Wenn man bedenkt, dass diese Serie bei den selben Läufen wie die Deutschen Rallye-Meisterschaft ausgetragen wird, dann wird einem schon bewusst, dass der finanzielle Aufwand für diese Saison wesentlich größer sein wird.

 

Servicemann Felix sorgt für den nötigen Durchblick im Rallyeauto.  Geotechnik GeoGü sorgt dagegen für die Standsicherheit der Frankfurter BankentürmeServicemann Felix sorgt für den nötigen Durchblick im Rallyeauto. Geotechnik GeoGü sorgt dagegen für die Standsicherheit der Frankfurter BankentürmeDer MCE leistet ja schon seit Jahren einen bescheidenen Beitrag im Rahmen seiner Sportfahrer-Unterstützung. Aber den am Rallyesport interessierten Mitgliedern war klar, dass die sportlichen Ambitionen unseres erfolgreichen Fahrers in dieser Saison ein gesteigertes Engagement erfordern. Und so ergab es sich, dass vier MCE-Mitglieder, die unternehmerisch tätig sind, einen Sponsorenpool gegründet hatten. Neben dem Vater des Aktiven, Gerhard Satorius, der schon seit Jahren den Hauptanteil zum Budget beisteuert, haben sich Norbert Gündling, Reinhard Dittrich und Rainer Rettig bereit erklärt, die motorsportlichen Aktivitäten unseres Mitglieds in einem beachtlichen Maße zu unterstützen.

 

Malermeister Rettig ist zwar nicht für die Lackierung des Rallyeautos verantwortlich, aber dafür werden alle Maler- und Lackierarbeiten am Haus fachgerecht ausgeführt.Malermeister Rettig ist zwar nicht für die Lackierung des Rallyeautos verantwortlich, aber dafür werden alle Maler- und Lackierarbeiten am Haus fachgerecht ausgeführt.Inzwischen sind zwei der acht Masters-Läufe absolviert. Der Auftakt bei der Saarland-Pfalz-Rallye fand bei Eis und Schnee unter denkbar schwierigen Bedingungen statt. Unser Fahrer war am ersten Tag sensationell unterwegs und lag als bester deutscher Fahrer auf einem nie erwarteten zweiten Platz der Gesamtwertung. Aber am zweiten Tag kam mit einem Reifenschaden, erneuten Problemen mit dem Schalthebel und einem daraus resultierenden Ausrutscher auf einer Eisplatte viel an Pech zusammen, sodass am Ende leider ein Streichergebnis auf dem Papier stand. Viel besser lief es am ersten Mai-Wochenende bei der Rallye "Rund um die Sulinger Bärenklaue" in Niedersachsen. Konstant gute Zeiten an beiden Tagen brachten am Ende einen vielbeachteten Divisionssieg sowie Platz 8 in der Gesamtwertung und damit die volle Punktzahl. Gleichzeitig war Björn bester Fahrer der Masters-Serie.

 

Trotz der vielversprechenden sportlichen Leistungen des MCE-Fahrers ist dem interessierten Beobachter sehr wohl bewusst, dass ein „return of investment“ der werblichen Aktivitäten für die Sponsoren sehr unwahrscheinlich ist. Sie sind vielmehr ein Zeichen der Verbundenheit der Unternehmer mit dem Rallyesport und ein Beweis für den großen Zusammenhalt innerhalb der MCE-Familie. Hierfür vielen Dank.

 

 

Der MCE als Helfer bei der RTCE-Oldtimerfahrt

 

 Christoph Schömer trägt die Startzeit zur GLP in die Bordkarte ein.Christoph Schömer trägt die Startzeit zur GLP in die Bordkarte ein.Traditionsgemäß am letzten Wochenende im April richtet unser Nachbarclub RTCE seine Nibelungenfahrt aus. Und traditionsgemäß stellt der MCE dabei immer wieder Helfer, zumeist bei der Gleichmäßigkeitsprüfung  (GLP) am Frankenstein. Leider kam die Anfrage nach Unterstützung diesmal sehr spät, sodass viele MCE’ler das Wochenende schon verplant hatten. Aber unser Oldtimer-begeisterter Werner Koschella sowie Sportleiter Christoph Schömer bezogen am Samstagmorgen ihren Posten auf der Passhöhe der Frankenstein-Straße und dies glücklicherweise unter wesentlich besserem Wetterbedingungen als beim letzten Mal.

 Auch auf Teilnehmerseite war der MCE vertreten. Unser langjähriges Mitglied Armin Eberlein war als Beifahrer in der sportlichen Wertung mit von der Partie. Ganz zufrieden war er nicht mit seinem Ergebnis. Bei der vorletzten GLP verhinderte ein im Weg stehender Mähdrescher die sekundengenaue Zieldurchfahrt. Und zu allem Überfluss führte ein daraus folgender Konzentrationsfehler in der letzten Prüfung zu einem falsch gefahrenen Abzweig, der dann eine vordere Platzierung endgültig aus dem Blickfeld geraten ließ.

 Aber nicht nur unser Mitglied hatte bei dieser Veranstaltung Schwierigkeiten. Aufgrund von vielfältigen Problemen bei der Auswertung stand das korrekte Endergebnis erst Tage später fest und die geplante Siegerehrung am Samstagabend musste ausfallen.

 Wenn man bedenkt, dass bei unserer großen Veranstaltung, der Nibelungenring-Rallye, bei der der MCE maßgeblich für Zeitnahme und Auswertung verantwortlich ist, in den letzten Jahren das Ergebnis immer weniger als eine Stunde nach der Zieldurchfahrt des letzten Teilnehmers feststand, dann wird einem jetzt umso mehr bewusst, dass solch eine Präzision beileibe keine Selbstverständlichkeit ist. Sie ist vielmehr nur dadurch erreichbar, dass jeder Beteiligte mit Akribie auf seine Aufgabe vorbereitet war und die Kompetenzen auf mehrere Schultern verteilt werden konnten. Darauf können wir zurecht stolz sein.

 

 

2017:

 

Björn Satorius und Lina Meter gewinnen den DMSB-Rallye-Cup 

In nervenaufreibendem Finale bei der Rallye Baden-Württemberg erfolgreich

 

 Zu Beginn des Jahres hatte sich unser Clubmitglied Björn Satorius Gedanken über seine Saisonplanung gemacht. Aufgrund der beruflichen Verpflichtungen im elterlichen Autohaus war es unmöglich geworden, ein so zeitintensives Rallyeprogramm absolvieren zu können wie noch zu Zeiten des ADAC-Opel-Rallye-Cups. Da kam es ganz gelegen, dass der DMSB im letzten Jahr eine Serie mit Tagesveranstaltungen (Rallye-70) ins Leben gerufen hatte, den DMSB-Rallye-Cup. Dieser Cup wird in zwei Regionen ausgetragen und im Süden sind neben unserer Nibelungenring-Rallye auch Veranstaltungen wie Kempenich, Oberehe oder Saarland auf dem Programm. Die standen sowieso schon auf der To Do-Liste. Also hatten sich Björn und seine junge Beifahrerin Lina Meter entschieden, diese Serie in Angriff zu nehmen.

Die Rallye Kempenich in der Nähe des Nürburgrings war der Auftakt. Und der ging schon auf der allerersten WP mit einem Getriebeschaden so richtig daneben. Null Punkte zum Auftakt. Auch der zweite Auftritt bei der Rallye Ostalb lief nicht wunschgemäß. Der 4. Platz im Gesamt klingt ja noch nicht einmal so schlecht. Aber die Autobahn-ähnlichen Power-Strecken waren den schnellen BMWs von Löffelhardt und Dörre wie auf den Leib geschneidert. Eigentlich starten diese ja in einer anderen Klasse. Aber da sonst kein anderer in deren Klasse genannt hatte, wurden die beiden mit Björns Klasse zusammengelegt. So war der 4. Gesamtrang leider auch nur Platz 4 in der Klasse, was keine sonderlich hohe Punktausbeute gebracht hatte. 

Mit vollem Einsatz bei der Rallye Baden-WürttembergMit vollem Einsatz bei der Rallye Baden-WürttembergTrotz des bescheidenen Saisonstarts machten die beiden sich im April auf den Weg ins niederbayrische Tiefenbach, um die dortige Oster-Rallye in Angriff zu nehmen. Offensichtlich war Björn dort ein unbeschriebenes Blatt, denn er war bei der Startnummernvergabe noch nicht einmal unter den 15 gesetzten Teams. Umso überraschter war man in Bayern, dass Björn und Lina sich von Beginn an die Spitze gesetzt hatten und die Angriffe des Vorjahressiegers Jürgen Geist sowie des vielfachen Deutschen Rallye-Meisters Hermann Gassner und dessen ebenso renommierten Sohns Hermann Gassner-Junior locker abwehren konnten. So staunte man im tiefen Süden nicht schlecht, dass ein ungesetztes Team auf die oberste Stufe des Treppchens steigen durfte, um den ersten Gesamtsieg der Karriere zu feiern.

Nach einer längeren Pause ging es im August in die Eifel zur renommierten Traditionsveranstaltung, der Rallye Oberehe. Auch dieses Mal ging es aufs Siegertreppchen, doch die Freude war trotzdem nicht ungetrübt, weil man durch einen Plattfuß in der letzten WP den erhofften Klassensieg um hauchdünne fünf Zehntelsekunden verpasst hatte.

Tiefpunkt der Saison war die Rallye Hinterland. Nach 5 von 7 Wertungsprüfungen waren Björn und Lina mit über einer Minute Vorsprung vor dem Zweitplatzierten auf dem sicheren Weg zum nächsten Gesamtsieg. Aber anstatt den Vorsprung taktisch klug ins Ziel zu bringen, war Björn einen Moment unkonzentriert und riss sich beim Cutten an falscher Stelle das Traggelenk ab. Die Quittung: Null Punkte statt schon sicher geglaubter Gesamtsieg.

Beifahrerin Lina hatte nur 3 Wochen Zeit, ihren ziemlich demoralisierten Fahrer seelisch wieder aufzubauen. Denn es stand das Heimspiel, die Nibelungenring-Rallye, auf dem Programm. Und die Seelenmassage war erfolgreich. Wie entfesselt fuhr Björn auf seinen Heimstrecken „Zotzenbach“ und „Übern Berg“. Noch nicht einmal ein gebrochener Schalthebel konnte ihn bremsen. Mit 6 von 8 Bestzeiten wurde sogar der als unschlagbar geltende Rainer Noller mit deutlichem Abstand auf Platz 2 verwiesen. Der nächste Gesamtsieg war perfekt.

Letzter Vorlauf war die Saarland-Rallye, wieder ein Heimspiel, diesmal für die Beifahrerin Lina Meter. Und wieder gab es wie schon in Oberehe einen heißen Kampf um Zehntelsekunden, jetzt mit dem schnellen BMW-Fahrer Markus Löffelhardt, der wie schon bei der Ostalb wegen einer nicht vollen Klasse mit Björns Klasse zusammengelegt worden ist. Bei Halbzeit lag Björn mit einer Zehntelsekunde auf Platz 2 der Gesamtwertung. Alle anderen waren weit abgeschlagen. Vor der letzten Prüfung waren Björn und Lina wieder vorn und auf Gesamtsiegkurs. Doch in der letzten WP schlug der BMW-Fahrer noch einmal zurück und verwies unser Team mit knappen 1,5 Sekunden auf Platz 2. Wieder die volle Punktzahl knapp verpasst. In der Endabrechnung des DMSB-Rallye-Cup der Region Süd war das trotzdem die Führung mit 101 Punkten.

 Es ist schon schade, dass man sich schon über einen zweiten Gesamtrang nicht so recht freuen konnte, denn vor dem abschließenden Endlauf ging der Blick in die Region Nord. Und hier waren es zwei Fahrer, die Titelambitionen hatten. Der Berliner Vorjahressieger Ken Milde (Mitsubishi EVO 8) verpasste beim letzten Lauf der Region Nord ebenfalls den anvisierten Klassensieg und kam somit auf einen Punktestand von 95,5 Punkten. Die beste Ausgangsposition hatte ein Routinier aus Schleswig-Holstein, der 58-jährige Günter Vogt. Er ist regelmäßig mit einem Fiat Punto in der Klasse G10 angetreten, einer Klasse, in der er lange nicht so starke Konkurrenz angetroffen hatte wie Björn. Für ihn gab es eher das Risiko, dass die Klasse nicht die Mindeststarterzahl von 3 erreicht hatte, um volle Punkte zu erhalten. Doch da war er ganz clever, denn seine Lebensgefährtin trat mit einem Golf immer in der gleichen Klasse an. Aber obwohl der Knigge eigentlich vorschreibt, dass man einer Dame den Vortritt lassen sollte, blieb sie bei jeder Rallye brav hinter ihm.

In dem vom DMSB veröffentlichten Punktestand vor dem gemeinsamen Endlauf wurde Vogt mit 126 Punkten gelistet. Der Sportleiter des MCE, der sich in das Reglement genauestens eingelesen hatte, kam in seiner internen Rechnung aber auf ein anderes Resultat. Er nahm deshalb in der Woche vor dem Endlauf Kontakt mit dem DMSB auf und konnte den Verantwortlichen des Dachverbands überzeugen, dass unsere Rechnung die richtige war. Und so reduzierte sich die Punktzahl des Konkurrenten auf 111. In dem Telefonat mit dem DMSB wurde auch darüber gesprochen, wie peinlich es gewesen wäre, wenn dieser Fauxpas erst nach der Siegerehrung entdeckt worden wäre. Es wurde daraufhin seitens des DMSB zugesichert, dass die Punktvergabe im Vorfeld des Endlaufs noch einmal sorgfältig geprüft würde.Die überglücklichen Sieger nach dem Gewinn des DMSB-Rallye-CupDie überglücklichen Sieger nach dem Gewinn des DMSB-Rallye-Cup

In der Zwischenzeit war Nennungsschluss beim Finale, der Rallye Baden-Württemberg. In der Klasse von Günter Vogt war außer dessen Freundin nur noch ein weiterer einheimischer Starter. Da dieser aber keine Punkte in den Vorläufen gesammelt hatte, würde der zweitplatzierte in der Wertung aufrücken. Das hieß im Klartext: Der Gruppe G-Fahrer aus dem hohen Norden hätte nur noch durchrollen müssen und vor seiner Freundin bleiben, hätte dann volle Punkte bekommen und unser Team hätte selbst bei einem Gesamtsieg keine Chance mehr gehabt. So weit, so gut. Aber das Leben findet halt nicht im Konjunktiv statt. Denn der Vertreter des DMSB hatte offensichtlich die Peinlichkeit, dass ihm ein Fehler nachgewiesen wurde, nicht auf sich sitzen lassen wollen. Er hatte dann wohl alle Ergebnislisten der Vorläufe noch einmal überprüft. Und siehe da, bei einer Veranstaltung im Norden standen zwar die erforderlichen 3 Starter in der Klasse G10 in der Ergebnisliste. Doch bei einem war nicht DNF (did not finish), sondern DNS (did not start) vermerkt. Damit wurden dem Reglement entsprechend bei Björns Konkurrenten die 25 Punkte für den Klassensieg halbiert. Und das hatte den Effekt, dass Björn Satorius und Günter Vogt jetzt punktgleich in den Endlauf gingen.

Diese Tatsache eröffnete zwar wieder Chancen, doch auch bei dieser Konstellation musste für unser Team wirklich alles passen, um das große Ziel doch noch zu erreichen. Björn und Lina legten gut los und mit zwei Bestzeiten übernahmen sie auch zwischenzeitlich die Führung in der Gesamtwertung. Aber ihr ständiger Konkurrent Markus Löffelhardt schob sich bei der Zwangspause wieder um eine winzige Zehntelsekunde an ihm vorbei. Erinnerungen an die Saarland-Rallye wurden wach. Auch hier war der BMW mit Björns Klasse zusammengelegt worden und auch dort gab es einen knappen Kampf um die Führung. Dazu kam noch, dass der bis dahin viertplatzierte Favorit Rainer Noller nach der Pause eine Serie von Bestzeiten hinlegte und an den beiden bis dahin Führenden vorbei zog. Dann aber verlor Löffelhardt in der sechsten von 9 WPs etwas Zeit und ist über 16 Sekunden hinter unser Team zurückgefallen.

Wie gut, wenn man in einer solchen Situation das Reglement kennt: Denn wenn man weiß, dass Rainer Noller als DMSB-gesetzter Fahrer nicht punktberechtigt ist und dass bei Punktgleichheit im DMSB-Rallye-Cup das bessere Ergebnis im Gesamt zählt, dann war klar, dass Björn und Lina der Titel nicht mehr zu nehmen wäre, wenn die Positionen so gehalten werden konnten. Das Team bekam die Anweisung, Noller ziehen zu lassen und den Vorsprung auf Löffelhardt in den letzten drei Prüfungen zu verwalten. Mit den Erfahrungen aus der Rallye Hinterland, dass taktisches Fahren doch eher zum Erfolg führt, wurden die letzten drei Prüfungen absolviert und der zweite Platz in Klasse und Gesamt sicher nach Hause gefahren.

Die Freude über den gewonnenen Titel war umso größer, weil man aufgrund der peinlichen Auswertungsfehler des DMSB schon überhaupt nicht mehr damit gerechnet hatte. Gratulation an Björn Satorius und Lina Meter, denen der Gewinn des DMSB-Rallye-Cup wirklich zu gönnen ist, weil sie sich trotz viel Pech und trotz härtester Konkurrenz in ihrer Klasse im Laufe der Saison immer mehr gesteigert hatten und damit absolut verdienter Sieger wurden.

 

 

 

Mehr als 35 Jahre Erfahrung auf dem heißen Sitz

 Jürgen Krieg mit weit über 10 Rallies pro Jahr aktivster Motorsportler des MCE

 

Jürgen Krieg: Routine auf dem heißen Sitz  (Foto: Rallye-Magazin)Jürgen Krieg: Routine auf dem heißen Sitz (Foto: Rallye-Magazin)Rallyesport ist ein Teamsport, bei dem sich Fahrer und Beifahrer die Aufgaben teilen. Allerdings steht schon immer der Fahrer wesentlich mehr im Rampenlicht als der Beifahrer, dessen Anteil an den Erfolgen des Teams nicht immer die Würdigung findet, die er eigentlich verdient hätte. 

Dies war bisher auch auf der MCE-Homepage so. Auch hier haben die Einsätze unseres aktuell einzigen Fahrers einen sehr großen Raum eingenommen. Dabei sollte jedoch nicht übersehen werden, dass wir im MCE einen weiteren sehr aktiven Motorsportler haben, der als Beifahrer in der nationalen Rallyeszene extrem stark engagiert ist.  Es handelt sich um den Erzhäuser Jürgen Krieg, der bereits in den 80er Jahren für den MCE aktiv war. Er trat 1982 in den MCE ein und war bei den damals so beliebten Clubsport-Veranstaltungen Beifahrer des leider viel zu früh verstorbenen Helmut Scherer.

Aber auch bei Deutschen Rallye-Meisterschaftsläufen war er am Start, so z.B. im Opel-Junior-Cup bei der legendären Rallye Vorderpfalz zusammen mit unserem ehemaligen Clubmitglied Erwin Gehrling. Leider war es den beiden nicht vergönnt, das Ziel dieser beliebtesten deutschen Asphalt-Rallye zu erreichen. Auch dieser schwere Unfall hatte Jürgens Begeisterung für den Motorsport nicht dauerhaft beeinträchtigen können.Auch dieser schwere Unfall hatte Jürgens Begeisterung für den Motorsport nicht dauerhaft beeinträchtigen können.

Wesentlich schmerzhaftere Erinnerungen hat Jürgen an seinen Einsatz als Beifahrer eines anderen Clubmitglieds bei der Drei-Städte-Rallye im Jahr 1985. Diese Rallye endete vorzeitig mit einem frontalen Einschlag in einen Baum. Wenn man heute noch das Foto des Unfallwagens sieht, ist man immer wieder dankbar, dass dieses dramatische Erlebnis für beide Insassen doch erheblich glimpflicher verlaufen ist als man beim Betrachten des Bilds vermutet hätte.

Dieses Erlebnis setzte der Rallye-Karriere verständlicherweise auch erst einmal ein Ende. Es traten in der Zwischenzeit andere Dinge in den Vordergrund. Als wichtigstes ist die Familie zu nennen. Außerdem erforderten die Aktivitäten bei der Feuerwehr Erzhausen und im Karnevalsverein auch ihre Zeit. Und für den Spaß am Fahren stand ja auch noch ein Motorrad in der Garage, mit dem es gelegentlich auf Touren in andere Länder ging. 

Doch der Rallye-Virus steckte offensichtlich immer noch in ihm drin. Über die Retro-Rallye-Serie kam Jürgen 2010 wieder in Kontakt mit dem niemals so ganz verschüttet gegangenen Hobby. Doch auf Dauer machte es keinen Spaß, wie andere das in der Retro-Serie erforderliche Hundertstel-genaue Durchfahren der Lichtschranke bis zum Exzess betrieben hatten. Wenn schon Rallyefahren, warum eigentlich nicht gleich richtig. Mit wechselnden Fahrern nahm Jürgen daraufhin in der Bestzeitwertung an nationalen Rallyes im gesamten südwestdeutschen Raum teil. Waren es 2014 noch sieben Veranstaltungen, bei denen er an den Start gegangen war, so wurde es in den darauffolgenden Jahren immer zweistellig. Und so wie es aussieht, wird 2017 das Rekordjahr werden, was die Anzahl der Rallies betrifft. Denn mit der Rallye Alzey Ende August ist die Zahl 10 schon erreicht und im Herbst stehen noch einige weitere Veranstaltungen auf dem Programm, als Höhepunkt sicher die vom MCE mit veranstaltete Nibelungenring-Rallye.  

Hofmann / Krieg und ihr BMW wirbeln kräftig Staub auf.Hofmann / Krieg und ihr BMW wirbeln kräftig Staub auf.

 Als Jürgens Stammfahrer hatte sich Frank Hofmann herauskristallisiert. Den ehemaligen Motorrad-Rennfahrer aus dem Osten Deutschlands hat es inzwischen nach Piesport verschlagen. Piesport ist dem rallyeinteressierten Beobachter sicher bekannt als das malerische Dorf an der Mosel, an dessen Weinbergen eine der spektakulärsten Sonderprüfungen des deutschen Rallye-WM-Laufs stattfindet. Kennengelernt haben sich Fahrer und Beifahrer über das Internet. Als Einsatzfahrzeug dient ein nach Gruppe F vorbereiteter BMW 323 Ti Compact, also ein heckgetriebenes Fahrzeug, mit dem der Rallyesport nach Auffassung der Traditionalisten immer noch am meisten Spaß macht, auch wenn die Autos der Konkurrenz vielleicht technisch überlegen sein sollten.

Und der Spaß am Motorsport ist auf jeden Fall die Hauptmotivation, warum der 54-Jährige Jürgen Krieg sich nach wie vor so intensiv als Beifahrer engagiert. Und auch wenn -wie eingangs festgestellt- der Beifahrer nicht so sehr im Blickpunkt der Motorsport-interessierten Öffentlichkeit steht: Der Insider weiß, im Rallyeauto sitzt das Gehirn rechts.

 

CS

 

 

Top-Leistungen in Weiz und in Oberehe

Björn Satorius hat bei zwei Rallies die selbstgesteckten Ziele mehr als erreicht

 

auch auf österreichischem Schotter richtig schnell (Foto Ch. Schömer)auch auf österreichischem Schotter richtig schnell (Foto Ch. Schömer)Rallye Weiz: Mit dem 5. Platz in der Gesamtwertung hatte Björn Satorius im letzten Jahr bei der renommierten Rallye Weiz in der österreichischen Steiermark erstmals auf internationaler Ebene auf sich aufmerksam machen können. Auf der Zielrampe hatte Björn damals versprochen, im nächsten Jahr wieder zu kommen. Aufgrund der starken beruflichen Anspannung musste das Programm für 2017 erheblich reduziert werden. Aber die Rallye Weiz war als Saison-Höhepunkt fest eingeplant.

Ein Blick auf die Starterliste machte deutlich, dass eine Wiederholung des letztjährigen Erfolgs kaum möglich war, denn der gute Ruf der Veranstaltung über die Grenzen Österreichs hinaus hatte eine ganze Armada von leistungsstarken WRC- und R5-Fahrzeugen an den Start gebracht. Highlight sicher das Weltmeisterauto des Vorjahres, der VW Polo WRC von Raimund Baumschlager.

Vor der Rallye nach seinem Ziel gefragt, sagte der Bickenbacher, dass eine Top-Ten-Platzierung bei dieser starken Besetzung sicher ein Wunschtraum bleiben wird.  Auf der ersten Schleife von 3 WPs bremsten ihn noch technische Probleme etwas ein. Außerdem war es aufgrund der längeren Pause für ihn nicht so einfach, gleich von Anfang an ans Limit zu gehen. Aber gegen Ende des ersten Tages hatte Björn sich auf die wunderschönen und fahrerisch extrem anspruchsvollen WPs in der Steiermark eingeschossen und schob sich immer weiter nach vorn. Für eine Top-Ten-Platzierung hatte es aber nicht gereicht.

Auch am zweiten Tag spulte Björn und seine Beifahrerin Lina Meter die WPs nahezu fehlerlos ab. Ausfälle der Konkurrenten waren aber nicht mehr zu verzeichnen, sodass sie vor dem abschließenden Rundkurs auf Platz 12 lagen. Aber diese letzte WP schien Björn offensichtlich perfekt zu liegen. Mit der sechstbesten Zeit im Gesamt ist es auf den letzten WP-Kilometern dann schlussendlich gelungen, das fast unerreichbare Ziel, die Top-Ten-Platzierung, doch noch zu schaffen. Wie hoch dieser 10. Gesamtplatz zu bewerten ist, zeigt die Tatsache, dass auf den Rängen vor ihm nur Werksfahrer und WRC- und R5-Fahrzeuge lagen.

Ein ganz besonderes Lob auch an seine erst 18 Jahre alte Beifahrerin Lina Meter, die bei ihrem ersten Auslandseinsatz ihre Aufgabe höchst professionell erledigt hat, als wäre sie schon ewige Zeiten dabei.

 

 

 

Rallye Oberehe: Versuch einer aerodynamischen Optimierung (Foto: Christa Meter)Versuch einer aerodynamischen Optimierung (Foto: Christa Meter)Drei Wochen später stand der nächste Einsatz auf dem Programm. Ein Lauf zum DMSB-Rallye-Pokal, die traditionsreiche Rallye Oberehe in der Vulkaneifel. Schon sein Vater Gerhard Satorius mit dem Verfasser dieser Zeilen auf dem Beifahrersitz war Anfang der Achtziger Jahre mehrfach dort am Start. Und es wurde gefrotzelt, dass Björn nach dem erfolglosen Anlauf im letzten Jahr diesmal mindestens den 5. Gesamtplatz seines Vaters aus dem Jahr 1981 toppen sollte. Auch in der Eifel war starke Konkurrenz aus der nationalen Szene am Start, allen voran der Seriensieger Frank Färber, der mit zwei Fabelzeiten auf den ersten zwei WPs seine Ambitionen gleich unter Beweis gestellt hatte.

Dahinter entbrannte ein Dreikampf um die weiteren Plätze zwischen Björn auf seinem Subaru Impreza, dem Routinier aus dem Oberbergischen Michael Bieg (Mitsubishi) und dem Schwarzwälder BMW-Fahrer Oliver Bliss. Gleich auf der ersten WP hatte Björn wertvolle Zehntel liegenlassen, als er mit dem Heck eine Streckenbegrenzung getroffen hatte und danach die Stoßstange spektakulär hinter sich her schleifte und dabei auch noch die Heckklappe entriegelt hatte.

Doch auf den weiteren WPs lief es immer besser und mit einer Bestzeit auf WP 5 schob er sich auf Platz 2 hinter dem uneinholbaren Frank Färber. Aber Michael Bieg schlug auf der letzten WP noch einmal zurück und lag im Ziel nur knappe 5 Zehntel von Björn Satorius, der sich auf den letzten Metern der WP auch noch einen Plattfuß eingefangen hatte.

Aber mit Platz 3 war das gesteckte Ziel, ein Platz auf dem Treppchen, sichergestellt und das Ergebnis des Herrn Papa vor 36 Jahren -wie gefordert- getoppt worden.

CS

 

MCE im Einsatz bei der ADAC-Oldtimerfahrt zum Hessentag

Besetzung einer Zeitkontrolle in Klein-Zimmern

Anne und Hildo bei der Buchführung,  (Foto W. Koschella)Anne und Hildo bei der Buchführung, (Foto W. Koschella)Tolle Fahrzeuge im Teilnehmerfeld  (Foto: W. Koschella)Tolle Fahrzeuge im Teilnehmerfeld (Foto: W. Koschella)Beim MCE wurde seitens des ADAC angefragt, ob die Bereitschaft bestünde, bei der Organisation der ADAC-Oldtimerfahrt zum Hessentag in Rüsselsheim mitzuhelfen. Unsere beiden Oldtimer-begeisterten Mitglieder Hildo Grabmann und Werner Koschella waren sofort Feuer und Flamme. Und wenn es darum geht, dass irgendwo ein Helfer für eine Kontrolle bei einer Veranstaltung gebraucht wird, dann wissen wir, dass wir uns auf Anne Siber verlassen können.

Also waren die drei MCE-ler am 10. Juni pünktlich in Klein Zimmern an Ort und Stelle und haben die Durchfahrtskontrolle aufgebaut. Das Wetter hat gepasst und so hatten die drei bei ihrem Einsatz einen schönen Tag verbringen können und dabei noch eine große Anzahl interessanter Fahrzeuge aus allen Epochen hautnah begutachten können.

 

CS  

 

 

 

Gesamtsieg bei der Oster-Rallye Tiefenbach

Satorius hängt die Gaßners ab.

 

Artikel im Rallye-Magazin vom 17. April 2017

 

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Satorius drittbester hessischer Fahrer

vom DMSB in die Liste der Top 25-Rallyefahrer 2017 aufgenommen.

Zu Saisonbeginn 2017 hat der DMSB die Liste der 25 besten deutschen Rallyefahrer veröffentlicht. Diese Aufstellung soll dazu dienen, den Veranstaltern eine Richtlinie bei der Vergabe der vorderen Startnummern geben. Auch unser MCE-Mitglied Björn Satorius hat die große Ehre, in diesem Jahr in den erlesenen Kreis aufgenommen worden zu sein.

Bemerkenswert ist auch, dass er nach dem Deutschen Rallyemeister Fabian Kreim (Fränkisch Crumbach) und Nico Leschhorn (Hungen) als Drittbester Fahrer aus Hessen eingestuft worden ist.

 

 

 

CS

 

 

 

 

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