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Zum Clubleben unseres Vereins gehören natürlich auch diverse gesellige Aktivitäten, die über den Besuch von Motorsportveranstaltungen hinausgehen und dazu dienen, den Zusammenhalt zu fördern. In unregelmäßigen Abständen berichten wir hier über diese Aktivitäten

 

Rallye-Comeback nach über 31 Jahren

Peter Loos Teilnehmer bei der Atlantic Rally for Cruisers 2016

 

Letzte Reparaturarbeiten vor dem StartLetzte Reparaturarbeiten vor dem StartEs war einmal … So fangen Märchen immer an. Es war einmal eine für Motorsport-Begeisterte märchenhaft erscheinende Zeit in der ersten Hälfte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, als der MCE mit bis zu zwölf aktiven Teams bei Rallyes vertreten war. Und einer dieser aktiven Rallyefahrer war unser langjähriges Vorstandsmitglied Peter Loos. Legendär seine Einsätze im Clubsport, aber auch bei großen Rallyes wie z.B. bei der Taunus-Rallye, als er während der Veranstaltung einfach mal so den Beifahrer ausgewechselt hatte. Allerdings war dann leider an einem trüben Herbsttag bei der Drei-Städte-Rallye 1985 die Motorsport-Karriere im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Schlag beendet.

Peter wendete sich daraufhin anderen sportlichen Betätigungen zu. Der ursprünglich angedachte Einstieg ins Drachenfliegen wurde ihm von seiner Liebsten mit Hinweis auf die Umstände des Endes seiner Rallye-Karriere erfolgreich ausgeredet. Aber das Mountain-Bike wurde daraufhin sein ständiger Begleiter.  Es führte ihn beispielsweise nach seinem 50. Geburtstag auf schmalen Pfaden über die Alpen. Und auch das Segeln gehörte zu seinen beliebten Aktivitäten, wenn immer die knappe Freizeit ihm dies erlaubte. Es wurde zu einer großen Leidenschaft.

Und so kam es, dass Peter über 30 Jahre nach seiner letzten Rallye wieder die Nennung zu einer Rallye abgegeben hatte. Und zwar eine Rallye, die länger war als alle zusammen, die er bisher gefahren war. Die Strecke ging von Las Palmas auf den Kanaren zur Antillen-Insel St. Lucia in der Karibik. Nein, keine Rallye mit dem Auto, sondern die Atlantic Rally for Cruisers (ARC), also für Segelyachten. Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung, für die er seinen gesamten Jahresurlaub aufgespart hatte, erfüllte er sich einen Lebenstraum. Auch wenn dieser Traum zu seinen aktiven Motorsport-Zeiten wohl noch nicht so präsent war, deutete sich doch schon damals mit der Wahl seines Gefährts (Manta) eine gewisse Affinität zum Maritimen an.Geht der Kurs nicht eher Richtung Südafrika als in die KaribikGeht der Kurs nicht eher Richtung Südafrika als in die Karibik

Mitte November ging es ab nach Gran Canaria, wo er auf die ihm bis dahin unbekannten anderen 5 Männer und 2 Frauen seiner Crew traf. Gemeinsam wurden letzte Handgriffe am Boot gemacht, der Proviant besorgt und verstaut und dann ging die Yacht ‚Skiathos‘ am 20. November zusammen mit über 200 anderen Booten los auf die Tour ins Ungewisse.

Auch wenn die Masten der Mitsegler bald am Horizont verschwunden waren und man sich mutterseelenallein auf dem großen Ozean vorkam, die moderne Technik gab allen interessierten Außenstehenden mittels GPS die Möglichkeit, die Position, die Geschwindigkeit und den Kurs im Internet einzusehen. Auch die Clubkameraden vom MCE verfolgten höchst interessiert, was sich so alles da draußen im Atlantik abspielte.

Und die Landratten erlaubten sich dann auch noch bösartige Kommentare, ob man vielleicht doch statt eines Fahrers besser einen mit dem Kartenlesen vertrauten Rallye-Beifahrer hätte mitnehmen sollen, als der Kurs bedenklich Richtung Südafrika statt Richtung Karibik zeigte. Aber der Skipper hatte sich bei dem Abweichen von der kürzesten Route selbstverständlich etwas gedacht. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre gab es auf der südliche Route immer konstante Passat-Winde, die den Nachteil der längeren Strecke durch flotten Vortrieb wieder mehr als wettmachen sollten.

Nur in diesem Jahr ließ der Passat unsere Crew auf das schmählichste im Stich. Absolute Flaute! Nichts ging vorwärts. Auf der Veranstalter-Homepage wurde täglich die zurückgelegte Strecke und die daraus hochgerechnete Ankunftszeit in St. Lucia veröffentlicht. Ehefrau und Töchter lasen dort hellauf begeistert, dass die vorhergesagte Ankunftszeit sich dann so zwischen Weihnachten und Neujahr einpendelte.

Die Skiathos, Heimat für über drei WochenDie Skiathos, Heimat für über drei WochenZum Glück hatte man für Notfälle einen Dieselmotor an Bord, den man allerdings nur sehr unwillig in Betrieb nehmen musste, denn eigentlich wollte man segeln statt dieseln. Und außerdem waren die Dieselvorräte limitiert und auch noch für das Aufrechterhalten der elektrischen Anlagen erforderlich. Insofern musste die Entscheidung getroffen werden, eine der im weiten Atlantik liegenden Kapverden-Inseln für ein ungeplantes Nachtanken anzulaufen. Boxenstopp auf hoher See, also doch wie im Motorsport.

Hier wurde dann neben Diesel noch weiteres Trinkwasser gefasst und auch der Luxus einer Süßwasser-Dusche genossen. An dem Tag, an dem die amerikanische Yacht ‚Rambler 88‘, die die windreichere Nordroute gewählt hatte, bereits am Ziel in St. Lucia gefeiert wurde, verließ die Crew der ‚Skiathos‘ die Kapverden wieder und hatte noch über 2000 Seemeilen vor sich. Aber mit den Siegeryachten wollte man sich sowieso nicht messen. Man ging das Unterfangen eher mit dem olympischen Gedanken an und man war auch bei weitem nicht bei den Schlusslichtern.

Für einen Rasierer war kein Platz mehr an BordFür einen Rasierer war kein Platz mehr an BordGlücklicherweise frischte der Wind dann auf dem weiteren Weg Richtung Karibik allmählich wieder auf und die hochgerechnete Ankunftszeit verließ den Zeitraum um Weihnachten und schob sich Stück für Stück immer weiter nach vorn. Dies veranlasste die neugierigen MCE’ler zu einem Ratespiel, wer denn die Ankunftszeit auf St. Lucia am exaktesten voraussagen würde.

Und gegen Ende des Törns gab es dann wirklich zeitweise Windgeschwindigkeiten von bis zu 20 Knoten, die endlich ein sportliches Segeln ermöglichten, was dann aber aufgrund der damit verbundenen heftigen Geräusche im Boot die Nachtruhe etwas störte. Aber das nahm man gerne in Kauf. Denn mit dem an Ende erreichten Segeltempo musste noch nicht einmal -wie ursprünglich befürchtet- der geplante Rückflug umgebucht werden.

Mit Spannung erwarteten alle interessierten MCE’ler den Zieleinlauf. Und der Segelexperte Norbert Gündling lag mit seiner Schätzung der Zielankunft am nächsten dran und nur wenige Stunden daneben. Am frühen Morgen des 13. Dezember lief die ‚Skiathos‘ schließlich nach 22 Tagen und 15 Stunden als 168stes von 215 gewerteten Booten in der Rodney Bay von St. Lucia ein. Die Crew war das erste Boot, das am Nationalfeiertag der Insel, dem Lucia-Day ankam. Ein perfekt geeigneter Tag, um direkt aus der Einsamkeit des Meeres in die diversen karibischen Party-Locations einzutauchen. Doch lange blieb keine Zeit zum Feiern. Denn auf der Nachbarinsel Martinique wartete schon am nächsten Tag das Flugzeug für die Rückreise.

Die Clubkameraden freuen sich jetzt schon auf ein Treffen im neuen Jahr, an dem wir alle gespannt dem Seemannsgarn lauschen werden, das wir dann erzählt bekommen. Und das sind dann, um den Faden der Einleitung wieder aufzunehmen, sicherlich keine Märchen.

CS

Hier der ausführliche Reisebericht von Peter

 

 

 

 

Mai 2015, Gemeinsamer Besuch des Zweitliga-Spitzenspiels Darmstadt 98 gegen den 1.FC Kaiserslautern

 

Fußball und Motorsport stehen in der Gunst ihrer Fans oft in einer Konkurrenzsituation zueinander. Aber das was sich im Fußball zur Zeit in Darmstadt abspielt, kann keinen kalt lassen, auch die Mitglieder des MCE nicht.

Stimmungvolle Choreographie und strahlender Sonnenschein am BöllenfalltorStimmungvolle Choreographie und strahlender Sonnenschein am Böllenfalltor

Vor weniger als 5 Jahren hatte der mehrfache Deutsche Meister 1. FC Kaiserslautern gerade mit einem 2:0-Sieg gegen Bayern München die Tabellenführung der Bundesliga erobert, während die Darmstädter „Lilien“ zur gleichen Zeit in den Niederungen der Regionalliga Süd herumdümpelten und es nicht mal schafften, gegen solche Kaliber wie den SC Pfullendorf oder die SpVgg Weiden zu gewinnen.

Und jetzt im Mai 2015 standen sich beide Clubs am Darmstädter Böllenfalltor im vorentscheidenden Spiel um den Aufstieg in die Bundesliga gegenüber. Grund genug für unsere Vorstandsmitglieder Hildo Grabmann und Christoph Schömer sich trotz der enormen Nachfrage um ein Kartenkontingent für das Spiel zu bemühen. Zwei etwas länger dauernde Aufenthalte in der Warteschlange am Ticketshop waren schlussendlich von Erfolg gekrönt.

 So konnte sich am Samstagmittag bei idealem Wetter eine Abordnung des MCE erwartungsfroh auf den Weg zum Böllenfalltor machen. Christoph und Hildo konnten kein echtes Mitleid mit Petra zeigen.Christoph und Hildo konnten kein echtes Mitleid mit Petra zeigen.Auch diejenigen, die schon lange kein Stadion mehr besucht hatten, waren von der beeindruckenden Choreographie der Darmstädter Fanszene und von den Schlachtrufen und Fangesängen begeistert. Auch an Toren mangelte es in diesem Spiel nicht. Die glückliche Führung der Pfälzer durch einen direkt verwandelten Eckball wurde in kürzester Zeit zu einem 2:1 gedreht und ein weiteres Lilien-Tor kurz vor der Pause ließ die Stimmung im Stadion überkochen. Der Lauterer Anschlusstreffer zum 3:2 kurz vor Schluss brachte noch einmal eine elektrisierende Spannung ins Spiel, bevor der Nach dem Anfeuern der Lilien wurde auch die Gulaschkanone erfolgreich angefeuert.Nach dem Anfeuern der Lilien wurde auch die Gulaschkanone erfolgreich angefeuert.Schlusspfiff einen ohrenbetäubenden Jubelsturm entfachte. Lediglich den über 2500 Gästen aus der Pfalz war nicht so ganz zum Jubeln zumute.

Auch unter der MCE-Truppe gab es nicht nur jubelnde Mienen. Unser „Pfälzer Mädchen“ im Club, Petra Satorius, hätte den Tag mit einem Sieg ihrer Roten Teufel wohl noch mehr genießen können. Trotzdem fand sie schon bald nach dem Spiel wieder zur guten Laune zurück und zeichnete sich als vorbildliche Gastgeberin bei der After-Match-Party aus. Alle Besucher des Spiels saßen noch bis zum späten Abend in fröhlicher Runde beisammen.

Besondere Erwähnung verdient hierbei das Engagement von Peter Loos, der bereits am frühen Morgen des Spieltags mit den Vorbereitungen für ein vorzügliches Gulasch begonnen hatte und der sich nach dem erfolgreichen Anfeuern der 'Lilien' mit dem ebenso gelungenen Anfeuern der Gulaschkanone im Satorius’schen Garten die Auszeichnung zum „Ehren-Gulasch-Kanonier“ verdient hatte.

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